DAX-Trading: Vorsicht, Glatteis

Dienstag, 28. November 2023
Der Wintereinbruch in Deutschland hat zu Wochenbeginn nicht nur viele Pendler kalt erwischt. Auch auf dem Frankfurter Börsenparkett scheinen zumindest erste Zweifel aufzukommen, ob die kräftige Erholung von gut neun Prozent seit Ende Oktober gerechtfertigt war. Mit minus 0,4 Prozent verzeichnete der DAX am Montag den größten Tagesverlust seit dem 10. November. Schon diese kleine Statistik zeigt, dass eine gesunde Konsolidierung längst überfällig ist.

Nach Gründen für Gewinnmitnahmen muss man nicht lange suchen. Die in dieser Woche anstehenden Inflationsdaten aus Deutschland, der Eurozone und den USA dürften Anleger vor allem bei Neuengagements vorsichtiger werden lassen, für unerwartet hohe Zahlen ist kein Platz. Auch die schwelende Haushaltskrise wird als Argument angeführt. Ohne staatliche Investitionen erscheint das bisher schon schwache Wachstum im kommenden Jahr noch unwahrscheinlicher und eine – wenn auch leichte – Rezession muss zunehmend eingepreist werden. Dies muss sich aber nicht zwangsläufig negativ auf den heimischen Aktienmarkt auswirken. Die Probleme hierzulande wirken sich immer weniger auf die international ausgerichteten DAX-Konzerne aus. Entscheidend für die Blue Chips der ersten Liga ist der Zustand der Weltwirtschaft. Mittlerweile liegt der Auslandsanteil am Umsatz bei über 80 Prozent. Vor rund 30 Jahren waren es noch rund 50 Prozent. Kein anderes westliches Industrieland ist so abhängig von der Weltwirtschaft.

Kurzfristig – Prognosehorizont: Tage bis Wochen
Aktueller Trend Seitwärts – Das tägliche Prognoseband hat an Dynamik verloren und ist leicht abwärts geneigt.
Letztes Signal Positiv ? Mit der Rückeroberung der ehemaligen Barriere um 15.500/15.600 sowie der 200-Tage-Linie (violett) hat sich die kurz- und mittelfristige Ausgangslage deutlich verbessert.
Ausblick Zweifellos sitzen die Bullen weiterhin fest im Sattel. Wer unter dem 200-Tage-Durchschnitt gekauft hat, dürfte seine Positionen halten und an schwächeren Tagen eher aufstocken. Schwierig ist die Ausgangslage hingegen für Späteinsteiger, die ihr Einstandsniveau im Bereich von 16.000 Punkten haben. Hier dürfte die Verkaufsbereitschaft deutlich höher sein. Eine größere Korrektur ist dennoch nicht zu erwarten, da das Handelsvolumen in der Vorwoche überschaubar war. Abgeleitet aus dem Stundenchart liegen die ersten Zielbereiche bei 15.900 (Volumenspitze) und 15.850. Rund 20 Punkte tiefer verläuft bereits die Südseite der Tagesspannen-Prognose. Mit Blick auf die kommenden zwei Wochen wäre aber selbst ein Rücklauf an die Schlüsselzone um 15.500 / 15.700 kaum überraschend und würde das positive Bild nicht in Frage stellen.
Technische Kursziele oben 16.140 / 16.240 – Kurslücke
16.104 – obere Grenze der Tagesspannen-Prognose
16.000 – Wendezone im Spätsommer / umsatzstärkstes Preisniveau des Jahres
Technische Kursziele unten 15.829 – untere Grenze der Tagesspannen-Prognose
15.500 / 15.650 – 200-Tage-Linie und Nachkaufbereich im ersten Halbjahr

Termine

Datum Name Beschreibung/Erwartung
28.11.2023 GfK Konsumklima Progn.: -26 Pkt.
29.11.2023 Inflationsdaten Deutschland Progn.: 3,5%
29.11.2023 USA BIP Q3 Progn.: 4,9%
30.11.2023 OPEC-Sitzung
30.11.2023 China Einkaufsmanagerindex Progn.: 49,9 Pkt.

Produkte zur Strategie-Umsetzung

Zum Jahresende setzen wir weiterhin auf unsere bewährte Box-Strategie und kombinieren einen Capped Call mit einem Capped Put. Dieser Ansatz profitiert von einer Seitwärtsbewegung, wobei wir die Grenzen bewusst weit gesetzt haben (14.000 zu 16.500). Der vorgestellte Capped Call ist bereits kräftig angesprungen. Für Neukäufe eine Schwächephase abwarten. Jetzt sorgt der Capped Put für die entscheidende Würze und begrenzt das Risiko nach unten.

Typ Capped-Call
WKN MB5CHT
Basispreis 13500
Cap 14.000
Seitwärtsrendite 5%
Maximalrendite 5%
Laufzeit 15.03.24
Status Beim Capped Call bieten sich Teilgewinnmitnahmen für kurzfristige Trader an. Der Schein kann aber auch weiter gehalten werden bei einer Maximalrendite von rund 5% bis Mitte März 2024.
Typ Capped-Put
WKN VU5NVR
Basispreis 17000
Cap 16.500
Seitwärtsrendite 47%
Maximalrendite 47%
Laufzeit 15.03.24
Status Durch die Rally ist das Pendant mit einer Maximalrendite von rund 50 Prozent deutlich spannender (und riskanter). Der Cap liegt mit 16.500 im Bereich des Rekordhochs.

80% Gewinnchance bis März

Kann man auch in Seitwärtsmärkten hohe Renditen erzielen? Diese Frage erhalten wir immer wieder von unseren Lesern. Wie dies in der Praxis möglich ist, zeigt ein Trade, den wir erst vor wenigen Wochen vorgestellt haben. Ende August sind wir mit einer speziellen Strategie bei ThyssenKrupp eingestiegen. Während sich die Aktie seitdem kaum bewegt hat, legte unsere Idee um rund 56 Prozent zu. 

Unsere Premium-Leser freuen sich über satte Gewinne in kurzer Zeit. Nicht nur das regelbasierte AlphaSystem sieht gut aus, auch fast alle Positionen auf unserer spekulativen Hotlist liegen meist kräftig im Gewinn. Ein Trade sprang sogar seit Jahresbeginn um rund 200 Prozent nach oben

Auch jetzt ist es für Neueinsteiger noch nicht zu spät. Erst am Freitag haben wir eine neue Idee mit einer Gewinnchance von fast 80 Prozent bis März vorgestellt.

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