DAX-Investment: Überhitzt und übermütig wie 2015?

Montag, 17. Februar 2025

Die Märkte starten heute mit Ruhe in die Woche – keine neuen Krisen, keine belastenden Schlagzeilen. Das leidige Thema Zölle? Vorübergehend auf die lange Bank geschoben. Die USA sondieren ihre bilateralen Handelsbeziehungen und die Vorbereitungen sollen bis zum 1. April abgeschlossen sein. Bis dahin dürfte sich Trump aber noch mehrfach äußern und versuchen, Deals zu erzielen.

Auch die Konjunkturdaten gönnen sich eine Pause. Die Wall Street bleibt heute wegen eines Feiertags geschlossen, und abseits einiger Unternehmensberichte – u.a. von Sartorius, MTU, Mercedes-Benz und Airbus – sieht der Newsflow in dieser Woche dünn aus. Selbst das Fed-Protokoll aus der Januar-Sitzung am Mittwoch dürfte kaum für Zündstoff sorgen.

Zeit also für einen Blick auf das große Bild – und das könnte sich fast als Kunstwerk an der Börsenwand verewigen lassen. Die Performance-Rangliste führt der DAX mit stolzen 13 Prozent Jahresplus an. Gleich dahinter: der TecDAX. Auch der MDAX zählt seit Monatsbeginn mit gut drei Prozent zu den stärkeren Indizes und könnte sich aus seiner monatelangen Seitwärtsrange befreien. Besonders der vergleichsweise weite Abstand zum 36-Monats-Hoch bietet perspektivisch viel Nachholpotenzial.

Interessant: Erstmals seit Langem schlägt Europa die USA. Der Euro Stoxx 50 liegt satte acht Prozentpunkte vor den US-Indizes – eine ungewohnte Stärke. Doch wo Licht ist, lauert auch Schatten. Die Märkte sind überhitzt. Vor vier Wochen notierten nur die Hälfte der Indizes über ihrer 21-Tage-Linie, jetzt sind es alle. Besonders heiß gelaufen ist der DAX: 17 Prozent über seinem 200-Tage-Durchschnitt.

Wir haben uns gefragt: Was passiert eigentlich, wenn der DAX so weit überhitzt? Die Statistik gibt erste Hinweise. In den vergangenen Jahrzehnten lag die Trefferquote für weitere Kursgewinne in den folgenden sechs Monaten bei nur 40 Prozent und einer mageren Durchschnittsrendite von weniger als zwei Prozent. Eine Ausnahme war zuletzt das Jahr 2009, als der Markt nach der Finanzkrise eine massive Gegenbewegung zeigte.

Gerade die jüngere Vergangenheit liefert gute Hinweise. 2015 kletterte der DAX bis April weiter hoch und entfernte sich um satte 23 Prozent von seinem Durchschnittswert. Würde sich dieses Muster wiederholen, wären aktuell Kurse um 23.500 Punkte möglich. Klingt verlockend, aber Vorsicht: Die Übertreibung wurde im Sommer mit einem saftigen Rücksetzer von 25 Prozent bestraft.

Und 2021? Nach einem starken Jahresstart folgte ab April eine zähe Seitwärtsbewegung. Die nicht ganz so starke Übertreibung wurde also mit einer Konsolidierung über die Zeitachse, und nicht wie 2015 über den Preis, abgebaut. Damit bleibt es bei unserer Warnung: Je stärker der DAX jetzt überhitzt, desto größer die Wahrscheinlichkeit für eine schmerzhaftere Korrektur.

 

Mittelfristig – Prognosehorizont: Wochen bis Monate
Aktueller Trend Aufwärts – Im übergeordneten Wochenkursverlauf dominiert eine Serie steigender Hoch- und Tiefpunkte mit zunehmender Kaufdynamik.
Letztes Signal Positiv – Neue Bestmarken und die relative Stärke im internationalen Vergleich sprechen für den DAX, zugleich ist der Index zunehmend überhitzt.
Ausblick Mit einem Plus von gut drei Prozent legte der DAX in der Vorwoche die zweitbeste Handelswoche des Jahres hin. Die durchgehend weißen Wochenkerzen unterstreichen die hohe Trendstärke, offenbaren aber zugleich eine problematische Entwicklung: Der Anstieg erfolgte ohne jede Korrektur, was auf eine Überhitzung hindeutet.
Technisch betrachtet hat sich der DAX weit von seiner 200-Tage-Linie entfernt und bewegt sich nun am oberen Rand unseres aus historischen Schwankungen abgeleiteten Vorhersagekanals (blau). Dessen nördliches Limit bei rund 23.000 Punkten trifft auf eine Widerstandslinie, die sich aus den Hochs seit 2023 ableiten lässt (grün gestrichelt). In unserem Hauptszenario sehen wir steigende Korrekturrisiken. Neben der technischen Überdehnung spricht auch die Saisonalität dafür: Besonders in Nachwahljahren neigen die Aktienmärkte ab Mitte Februar bis Anfang März zu temporären Schwächeanfällen.
Technische Kursziele oben 22.400 / 23.000 – Schwankungsband-Oberseite (blau)
Technische Kursziele unten 20.400 / 21.000 – Schwankungsband-Unterseite (blau)
19.250 – 200-Tage-Linie (violett)

 

Termine

Datum Name Beschreibung/Erwartung
17.02.2025 USA Feiertag Börse geschlossen
17.02.2025 Sartorius Jahreszahlen
18.02.2025 ZEW-Index Progn.: 15 Pkt.
19.02.2025 FOMC Sitzungsprotokoll
19.02.2025 MTU Jahreszahlen
20.02.2025 Airbus, Mercedes-Benz, Walmart Jahreszahlen
23.02.2025 Bundestagswahl

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Typ Capped-Bonus
WKN VG12AT
Barriere 18.600
Cap 22.000
Abstand Barriere 18%
Bonusertrag 5%
Laufzeit 19.12.25
Status Spekulativer Bonus mit Barriere bei 18.600 und Abgeld.
Typ Capped-Bonus
WKN DY1DDT
Barriere 16.800
Cap 21.500
Abstand Barriere 26%
Bonusertrag 4%
Laufzeit 19.12.25
Status Defensivere Alternative mit Barriere bei 16.800 und viel Abgeld.

 

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