DAX-Trading: Zwischen Bodenbildung und Bodenlosigkeit

Mittwoch, 9. April 2025

Trumps Zollpolitik nimmt Fahrt auf – und die Märkte geraten immer stärker ins Schleudern. Heute sollen die Importzölle auf chinesische Waren auf 104?Prozent steigen – ein Schritt, der ökonomisch wie symbolisch ein massives Signal sendet. Der Ton aus Washington ist scharf, die Botschaft klar: Globalisierung war gestern, wirtschaftlicher Nationalismus ist das neue Mantra. Für Apple bedeutet das konkret: 700 Milliarden US-Dollar Börsenwert in drei Handelstagen verloren – ein Rückschlag, wie ihn selbst Big Tech nicht alle Tage erlebt.

Schätzungen von Analysten (UBS) zufolge könnte der Preis für das iPhone 16 Pro Max (256 GB) um rund 30 Prozent steigen. Die Preiselastizität der Nachfrage dürfte diesen Aufschlag kaum verkraften – geringere Absatzmengen und schwächere Margen wären die Folge. Wir erwarten daher Abwärtsrevisionen bei den Gewinnschätzungen für die kommenden Quartale. Das Timing könnte ungünstiger kaum sein: Am Freitag beginnt in den USA die Berichtssaison – und der Fokus liegt weniger auf dem Ist-Zustand, als auf den Ausblicken. Doch kaum ein Manager dürfte sich angesichts der Kapriolen weit aus dem Fenster lehnen. Zurück bleibt Unsicherheit.

Bewertungen passen sich an

Immerhin: Noch im Februar wurde der S&P?500 mit einem KGV von rund 22 gehandelt – deutlich über dem langjährigen Durchschnitt von etwa 17. Um dorthin zurückzukehren, wäre eine Korrektur von gut 20?Prozent nötig. Der Index notiert aktuell bereits 19?Prozent unter seinem Hoch – ein Signal, das Hoffnung spendet. Aber auch verschiedene Statistiken lassen aufhorchen.

Volatilität auf dem Vormarsch

Erstmals seit dem Corona-Crash kletterte der VIX – das Angstbarometer der Wall Street – über die Marke von 50 Punkten. Historisch betrachtet war das ein schöner Kontraindikator: In rund 70?Prozent der Fälle stand der S&P?500 drei Monate später höher, nach sechs Monaten sogar in knapp 90?Prozent der Fälle. Auch die durchschnittliche Performance nach VIX-Spitzen war deutlich positiv. Das größte Intraday-Reversal seit 1978 – ein Plus von vier Prozent am Dienstag, das bis zur Schlussglocke in ein Minus von 1,6?Prozent drehte – unterstreicht jedoch die Nervosität im Markt.

Historisch schwacher Jahresstart – doch das Muster spricht für eine Gegenbewegung

Mit einem Minus von gut 15 Prozent in den ersten 66 Handelstagen schreibt der S&P 500 einen Eintrag in die Negativstatistik: Es ist der viertschlechteste Jahresauftakt. Solche Starts hinterlassen Spuren im Anlegervertrauen – sie verunsichern, brechen Momentum und setzen institutionelle wie private Investoren unter Zugzwang. Nach den sieben bisher schwächsten Auftaktquartalen konnte sich der Index in der Folge nahezu durchgehend erholen – bis zum Jahresende notierte der Markt fast immer im Plus. Das Muster spricht für ein zyklisches Comeback.

Auch die Marktbreite liefert ein klares Signal. Im Nasdaq?100 notieren derzeit alle Indexmitglieder unter ihrem jeweiligen Monatsdurchschnitt – ein Ausdruck massiver Schwäche und selten gesehener Gleichschaltung nach unten. Noch aussagekräftiger ist jedoch der Blick auf die langfristige Verfassung: Nur rund 15 Prozent der Titel notieren über ihrer 200-Tage-Linie. Wir beobachten diesen Indikator eng – nicht als alleiniges Timing-Instrument, sondern als Gradmesser für Übertreibungen.

Unsere historischen Vergleiche mit ähnlichen Phasen zeigen: Solche Extremwerte markieren häufig (vorläufige) Tiefpunkte, von denen aus mittel- bis langfristige Gegenbewegungen ihren Ausgang nahmen. In unserem Hauptszenario gehen wir daher davon aus, dass sich der Markt aktuell im Bereich einer Bodenbildung befindet – volatil, unsauber, aber mit zunehmendem Chancen-Risiko-Verhältnis und attraktiver als im Frühjahr bei einem Indexstand von 22.000 Punkten.

Neue Tiefs und ein weiterer Ausverkauf sind zu erwarten, würde die Marktbreite aber noch weiter überdehnen. Ein gestaffelter Einstieg in Tranchen erscheint aktuell sinnvoll: Zunächst mit einem Drittel der Zielposition, weiteres Engagement bei Schwäche und finaler Ausbau bei Stabilisierung. Niemand trifft den exakten Tiefpunkt – aber wer geduldig agiert, verbessert seine Chancen auf langfristigen Erfolg erheblich. Genau so gehen wir auch im Trading-Depot vor.

Wir stellen daher nochmal Handwerkzeug auf den Nasdaq 100 vor:

Offensiver für Trader:

Nasdaq 100-Bull: DJ5Q7D (Hebel 5)
Nasdaq 100-Bear: JF9SQ4 (Hebel: 5)

Defensiver:

Nasdaq 100 Capped-Call VC5DN5 mit Cap bei 16.500 (2021er-Hoch) und 40 Prozent Maximalrendite bis September 2025

Nasdaq 100 Capped-Put VC5DQR mit Cap bei 22.000 (Rekordhoch) und acht Prozent Maximalrendite bis September 2025 (nach Erholung interessant)

Themen:

GAFAM (Google, Apple, Facebook, Amazon und Microsoft): DA0AB2
Magnificent 7: DA0AC0

 

Kurzfristig – Prognosehorizont: Tage bis Wochen
Aktueller Trend Das Tagesspannen-Prognoseband für den DAX verläuft abwärts, die übergeordnete Trendeinschätzung ist freundlich (Kaufkraft-Komponente im Aktienklima).
Letztes Signal Negativ/Neutral – Rückfall an die 200-Tage-Linie, Überhitzung abgebaut, aber extreme Volatilität.
Ausblick Zur Wochenmitte setzt der DAX seine Konsolidierung fort. Im Vergleich zu den US-Futures zeigt der Index relative Stärke und notiert oberhalb des Montagstiefs bei 18.500 Punkten – ein Niveau, das kurzfristig als psychologische Haltemarke fungiert. Im frühen Handel testet der Markt die 200-Tage-Linie bei rund 20.000 Punkten.
Aktuell notiert der DAX etwa zehn Prozent unter seinem Vier-Wochen-Durchschnitt – ein Überdehnungsgrad, wie wir ihn zuletzt im März 2022 (Ukraine-Schock) beobachteten. Damals folgte eine schnelle Gegenbewegung. Auch wenn wir diesmal nicht mit einem impulsiven Rebound rechnen, spricht die technische Ausgangslage für eine kurzfristige Erholung.
Ein erster Widerstand ergibt sich aus dem volumenbasierten Umsatzprofil bei 20.500 Punkten. Sollte die Schwäche anhalten, erscheinen Rücksetzer in Richtung 19.650 und insbesondere 19.200 – dem volumenstärksten Kursniveau der letzten Monate – plausibel. Passende Instrumente für Trader zeigt die Übersicht unten.
Technische Kursziele oben 19.898 – obere Grenze der Tagesspannen-Prognose
Technische Kursziele unten 19.179 – untere Grenze der Tagesspannen-Prognose

 

 

Produkte zur Strategie-Umsetzung

Die unten vorgestellten Bull- und Bear-Scheine bieten ideale Möglichkeiten, um kurzfristige Marktchancen effizient zu nutzen – sei es Intraday oder über wenige Tage. Dank ihrer Hebelwirkung können Sie selbst von kleineren Kursbewegungen profitieren. Für beide Marktrichtungen haben wir gezielt passende Hebelpapiere ausgewählt, die sich hervorragend für dynamische Strategien eignen. Als Orientierung für mögliche Kursziele dienen dabei die Limits unserer Tagespannen-Prognose. Zudem bietet der Bear-Schein eine praktische Option zur kurzfristigen Absicherung bestehender Long-Positionen.

 

Typ Knock-Out-Bull
WKN JS1V26
Hebel 5
Ziel 19.898
Gewinnpotenzial 0%
Typ Knock-Out-Bear
WKN UP9F1M
Hebel 5
Ziel 19.179
Gewinnpotenzial 20%

 

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