Analysenübersicht

Täglich die besten Trading-Ideen für Anleger

Geeignet für Investoren Trader

Dow Jones: Freitags-Phänomen auf dem Prüfstand

So richtig können sich die Anleger in den USA derzeit nicht entscheiden. In den vergangenen Tagen stellte die 26.000er-Marke meist eine zu hohe Hürde dar, zum Wochenschluss wird der Dow Jones tiefer erwartet. Dabei sind gerade aus statistischer Sicht die Chancen für einen positiven Handelstag recht gut. Von Franz-Georg Wenner


Klare Signale beim Dow Jones bleiben vorerst ein Wunschtraum. Zwar eroberte der Index am Donnerstag verlorenes Terrain zurück und schloss nahe dem Tageshoch, was positiv zu sehen ist. Aus dem Blickwinkel der Markttechnik spielt dies aber kaum eine Rolle. Seit Ende Februar pendelt der Index in einer Konsolidierung, der 21-Tage-Mittelwert (blau) verläuft inzwischen ebenfalls seitwärts. Die nächste schwache Haltemarke zeigt der Stundenchart bei 25.600.


Auf der Oberseite sollten sich Anleger die Region um 26.200/26.300 vormerken. Hier bilden das Jahreshoch zusammen mit der Grenze des Prognose-Korridors (grau) eine gute Zielzone. Freunde der Statistik dürften den sich abzeichnenden schwächeren Auftakt ebenfalls nutzen. Anleger die seit Jahresbeginn zur Eröffnung am Freitag eingestiegen sind und zur Schlussglocke verkauften, erzielten bisher immer einen Gewinn. Im Durchschnitt rückte der Dow um 0,6 Prozent vor.


Auch in der übergeordneten Perspektive ist Geduld gefragt. Derzeit rangiert der Dow ungefähr in der Mitte des aus statistischen Schwankungen berechneten Vorhersage-Kanals (blau). Die viel beachtete 200-Tage-Linie (violett) zeigt ebenfalls seitwärts und büßt an Signalqualität ein. Richtung Norden lauern die nächsten Fleißpunkte bei 26.250 und 26.500. Nach unten sollten Anleger Rücksetzer bis an das jüngste Tief um 25.200 einplanen.

Mit Hebel auf steigende Kurse setzen
WKN MC02KF
Emittent Morgan
Stanley
Kurs DAX 25.962,51
Basispreis 23.000,00
Knock-Out-Schwelle 23.000,00
Hebel 8,76
Laufzeit 21.06.2019
Kurs 25,73
Mit Hebel auf fallende Kurse setzen
WKN HW8WEE
Emittent HVB

Kurs DAX 25.962,51
Basispreis 28.052,36
Knock-Out-Schwelle 27.907,93
Hebel 12,42
Laufzeit endlos
Kurs 19,43


Weitere Chartanalysen

Wirecard: Jetzt kann es ganz schnell gehen

Der im DAX gelistete Zahlungsabwickler stand Anfang Februar wegen negativer Pressemeldungen unter starkem Abgabedruck. Ein zuvor ausgesprochenes Leerverkaufsverbot durch die BAFin sorgte anschließend für Aufwind. Ausgehend vom Februar-Tief bei 86 Euro erholten sich die Notierungen von Wirecard innerhalb von nur fünf Handelswochen bis auf 136,50 Euro - ein sattes Plus von 60 Prozent. Anfang März bestätigte sogar UBS ihre Einstufung für die Aktien von Wirecard mit „Kaufen“ bei einem Kursziel von 176 Euro. Von Manfred Ries

 

Es könnte ein versöhnlicher Wochenschluss werden für die Aktionäre von Wirecard: Die Anteilsscheine des im DAX notierten Zahlungsdienstleisters steigen in der ersten Handelsstunde am Freitag zeitweilig um mehr als zwei Prozent. Mit aktuellen Kursen um 102 Euro halten sich die Notierungen wacker oberhalb der psychologisch bedeutsamen Kursmarke von 100 Euro - diese Preismarke ist als Unterstützung zu betrachten. Das bisherige Wochentief fand sich am Donnerstag bei 101 Euro. Offenbar betrachten Anleger die 100er-Marke als interessantes Einstiegsniveau, nachdem die Titel zuvor innerhalb von nur zwei Wochen von 136,50 Euro bis auf 101 Euro (-26%) gefallen sind. Aktuell verlaufen die Notierungen knapp elf Prozent unterhalb ihrer 21-Tagelinie (grüne Kurve). Damit hat sich die überkaufte Marktsituation der ersten Märzwoche auf ein wieder gesundes Maß abgebaut; davon spricht die Linie unterhalb des Tagescharts, welche den prozentualen Abstand zwischen Aktienkurs und gleitenden Durchschnitt widergibt.



Was die langfristige Ausgangslage anbelangt, so lohnt ein Blick auf den Wochen- und Monatschart. Die 200-Tagelinie (violette Kurve im Wochenchart) zeigt nach unten und signalisiert aufkommende Kursschwäche. Andererseits jedoch liegen die aktuellen Kurse um mehr als 30 Prozent tiefer als im Durchschnitt der vergangenen 200 Handelstage (siehe Grafik unterhalb des Wochencharts). Rückblickend betrachtet ist das eine Größe, die grundsätzlich eine Gegenbewegung nach oben nahelegt. Dabei könnte die 100er-Euromarke eine entscheidende Rolle als Unterstützung spielen. Im nächsten Schritt müsste jetzt die Marke um 115,83 Euro nach oben durchbrochen werden; auf diesem Niveau verläuft derzeit die 21-Tagelinie. Der langfristige Trend zeigt weiterhin nach oben; hiervon zeugt der intakte Aufwärtstrendkanal, wie er sich im Monatschart blau schraffiert eingezeichnet widerfindet. Unser langfristiges Kursziel veranschlagen wir auf 200 Euro; dort lag das bisherige Allzeithoch.



Spekulativ orientierte Anleger können den Titel halten / aufstocken. Notierungen um 100 Euro sollten sich als langfristig lukratives Einstiegsniveau erweisen. Dank dieser Schlüsselmarke finden Anleger derzeit in der Wirecard-Aktie ein aussichtsreichen Gewinn- / Risikoverhältnis vor. Nächste Widerstände: 115,83 (21-Tagelinie) und 150 Euro (200-Tagelinie). Nächste Unterstützungen: 100 Euro und 86 Euro (bisheriges Jahrestief). Langfristiges Kursziel: 199 Euro (Allzeithoch).



DAX: Kurz hoch, dann eher runter

Der vorläufige Trend des Deutschen Aktienindex weist zwar noch nach Norden, doch die Hemmfaktoren, die einem weiteren Anstieg entgegen stehen, sind noch nicht aus dem Weg geräumt. Auch künftig dürfte der hohe Abgabedruck um 11.700/12.100 für Probleme sorgen. Von Andreas Büchler


Unverändert orientieren sich kurzfristig agierende Käufer an der Untergrenze des seit Anfang 2019 bestehenden Aufwärtstrends (schwarz) sowie am Monatsdurchschnittskurs des DAX (blau). Dies dürften den Index auch noch für einige Tage stabilisieren. Fraglich ist allerdings, ob die Nachfrage für eine dauerhafte Fortsetzung der positiven Tendenz reicht.


Der Abgabedruck durch mittelfristig agierende Verkäufer bildet im Umfeld der 12.000er-Marke einen starken Gegenpol: Hier dominieren ein bereits mehrfach bewährter horizontaler Wendebereich sowie die 200-Tage-Durchschnittskurve (violett), die sich ebenfalls regelmäßig als Orientierungspunkt für Gewinnmitnahmen bewiesen hat. Rückschläge in Richtung 11.300 oder sogar 11.000 sind daher auch weiterhin aus dieser Analyseperspektive zu befürchten.

Mit Hebel auf steigende Kurse setzen
WKN DC0VCQ
Emittent Deutsche
Bank
Kurs DAX 11.618,14
Basispreis 10.554,65
Knock-Out-Schwelle 10.554,65
Hebel 10,92
Laufzeit endlos
Kurs 10,17
Mit Hebel auf fallende Kurse setzen
WKN MC02P5
Emittent Morgan
Stanley
Kurs DAX 11.618,14
Basispreis 12.660,00
Knock-Out-Schwelle 12.660,00
Hebel 11,15
Laufzeit 21.06.2019
Kurs 11,10


Dow Jones: Wer gewinnt das Tauziehen?

Im Bereich des Jahreshochs sowie der Rekordregion verlangsamt sich das Anstiegstempo des Dow Jones Industrial Index. Solange wichtige Marken auf der Ober- und Unterseite nicht durchbrochen werden, ist vorerst eine Seitwärtsbewegung zu erwarten. Neue Richtungssignale sind aber nur eine Frage der Zeit. Von Franz-Georg Wenner


Die Zinssitzung der amerikanischen Notenbank am Mittwoch hat der Dow auf den ersten Blick gut überstanden. Allerdings kam es trotz der Aussicht auf eine lockere Geldpolitik nicht zu kräftig steigenden Kursen. Somit verdichten sich die Hinweise für eine kurzfristige Konsolidierung. Untermauert wird dies auch durch den eingezeichneten Prognose-Korridor (grau), der ebenfalls seitwärts läuft. Auf dem aktuellen Niveau liegt das Aktienbarometer zudem nahezu in der Mitte des Vorhersage-Kanals. Nach oben ist Platz bis in den Bereich des Jahreshochs bei rund 26.200, Richtung Süden reicht der Spielraum bis 25.400. Davor ist bereits um 25.600 mit erhöhter Nachfrage zu rechnen.


Im Kursverlauf der vergangenen Monate wird deutlich, warum Anleger nun wieder vorsichtiger agieren. Der Dow steht in der oberen Zone seiner Seitwärtsspanne und hat kürzlich die Schwelle um 26.250 erreicht, an der es bereits mehrfach zu Gewinnmitnahmen kam. Auch die in Reichweite rückenden Rekordniveaus dürften Neueinsteiger abschrecken. Solange aber der 200-Tage-Mittelwert (violett) sowie das jüngste Tief behauptet wird, besteht kein Grund zur Sorge.

Mit Hebel auf steigende Kurse setzen
WKN MC02KF
Emittent Morgan
Stanley
Kurs DAX 25.745,67
Basispreis 23.000,00
Knock-Out-Schwelle 23.000,00
Hebel 9,38
Laufzeit 21.06.2019
Kurs 23,58
Mit Hebel auf fallende Kurse setzen
WKN HW8WEE
Emittent HVB

Kurs DAX 25.745,67
Basispreis 28.052,76
Knock-Out-Schwelle 27.907,93
Hebel 11,16
Laufzeit endlos
Kurs 20,87


Commerzbank: Die perfekte Startrampe?

Wie mehrfach berichtet, kursieren Gerüchte um eine potenzielle Fusion der Deutschen Bank mit der Commerzbank. Das hat die Kurse zuletzt kräftig eingeheizt. Im Dunstkreis der 200-Tage-Linie bekommen die Käufer nun aber kalte Füße, seit drei Tagen dominieren Gewinnmitnahmen. Auf dem nun erreichten Niveau sollten Schnäppchenjäger aber sehr genau hinschauen. Von Manfred Ries

 

An der 200-Tagelinie (blaue Kurve) scheint vorerst Schluss zu sein, die Aktie fällt um vier Prozent. Das hört sich nach viel an, jedoch sollten Anleger bedenken, dass das Papier zuletzt kräftig gestiegen ist: Alleine in den vergangenen drei Monaten schossen die Notierungen um mehr als 25 Prozent nach oben. Dabei hat sich die Aufwärtsbewegung im Vormonat verstärkt. Die 21-Tagelilnie (grüne Kurve) strebt jetzt nach oben und zeugt vom kurzfristigen Aufwärtstrend des Commerzbank-Papiers. Dieser kurzfristige gleitende Durchschnitt, derzeit bei 7,04 Euro verlaufend, ist gleichzeitig als Unterstützung zu verstehen.



Die Commerzbank-Aktien befinden sich in einem mittelfristigen Aufwärtstrend; hiervon zeugt der blau schraffierte Trendkanal im Wochenchart. Der Titel hat am Montag mit 7,7 Euro sein bisheriges Jahreshoch markiert. Der Bereich zwischen 7,86 Euro (200-Tagelinie) ist als Widerstandsbereich zu definieren. Ein Sprung über diese Barriere wäre als starkes Kaufsignal zu verstehen mit einem nachfolgenden Kursziel von dann 8,92 Euro - diese Kursmarke lässt sich aus dem Monatschart herleiten. Auf der Unterseite erscheinen die Notierungen um 6,46 Euro und 5,50 Euro (siehe Wochenchart) als solide unterstützt und gewähren potenziellen Halt im Rahmen einer sich ausdehnenden Korrekturbewegung.



Halten / in Korrektur kaufen. Der übergeordnete Trend zeigt nach oben. Kurse oberhalb von 7,86 Euro würden ein starkes Kaufsignal generieren. Ein anfänglicher Stop-Losskurs könnte etwa knapp unterhalb von 6,46 Euro angelegt sein. Nächste Widerstände: 7,86 Euro (200-Tagelinie) und 8,92 Euro. Nächste Unterstützungen: 6,46 Euro und 5,50 Euro.



DAX: Kleine Pause oder große Wende?

Der Deutsche Aktienindex ist dem Verkaufsdruck auf dem aktuell erreichten Kursniveau nicht gewachsen, und fällt wie prognostiziert zurück. Doch weiterhin spannend bleibt die Frage, ob es zu einer frühzeitigen Stabilisierung kommt oder sich der längerfristige Abwärtstrend durchsetzt. Von Andreas Büchler


Aus Sicht der markttechnischen Analyse müssen Anleger vorerst keine Rückschläge des DAX unter 11.350/11.450 fürchten. Dort verläuft momentan nicht nur die Untergrenze des statistisch ermittelten Schwankungskorridors (graue Fläche) - auch der südliche Rand des linearen Aufwärtstrendkanals (schwarz) sowie der ebenfalls häufiger stabilisierende Monatsdurchschnitt (blau) treffen auf gleicher Höhe aufeinander. Doch Vorsicht: Alle diese Einflussfaktoren steigern die Chance einer Bodenbildung nur vorübergehend.


Aus einer mittelfristigen Perspektive wird die Zone um 11.850/12.100 klar erkennbar, in der bereits zahlreiche Wendepunkte des DAX liegen. Kein Wunder, dass sich Marktteilnehmer erneut mit Gewinnmitnahmen an diesen Preisen orientieren - vor allem, da aktuell auch noch der 200-Tage-Durchschnittskurs des Index (violett) als weitere bewährte Verkaufshilfe hier notiert. Auch ein Rückschlag in Richtung der 11.000er-Marke ist aus diesem Blickwinkel daher nicht auszuschliessen.

Mit Hebel auf steigende Kurse setzen
WKN DC0VCQ
Emittent Deutsche
Bank
Kurs DAX 11.546,41
Basispreis 10.553,89
Knock-Out-Schwelle 10.553,89
Hebel 11,63
Laufzeit endlos
Kurs 10,23
Mit Hebel auf fallende Kurse setzen
WKN MC02P5
Emittent Morgan
Stanley
Kurs DAX 11.546,41
Basispreis 12.660,00
Knock-Out-Schwelle 12.660,00
Hebel 10,37
Laufzeit 21.06.2019
Kurs 11,09


Munich Re: Signale im Wochen- und Monatschart

Zur Wochenmitte konsolidiert die Aktie der Munich Re auf hohem Niveau. Der DAX-Konzern will nach der Rückkehr zu einem Milliardengewinn im laufenden Jahr weiter wachsen: Der Überschuss soll 2019 etwa 2,5 Milliarden Euro erreichen, verkündete die Gesellschaft am Dienstag kurz nach Börsenschluss. Dies wurde von Analysten weitgehend so erwartet. Spannender ist der Blick auf den Kursverlauf. Von Manfred Ries

 

Die Aktien von Munich Re (vormals: Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft) zeigen sich am Mittwochmorgen schwächer und verlieren in der ersten Börsenstunde knapp 1,5 Prozent an Wert. Dem intakten Aufwärtstrend tut dies aber keinen Abbruch: Seit Jahresbeginn hat sich der Preis eines Anteilsscheines bereits um 12 Prozent verteuert. Mit aktuellen Kursen um 213,50 Euro kostet eine Aktie damit wieder so viel wie letztmalig im Jahr 2002. Die jüngste Kursrallye kam zu Wochenbeginn leicht ins Stocken; dies wird durch die vorletzten zwei Candles im Tageschart ersichtlich: Die Tageskerzen präsentierten sich mit nur einem kleinen Kerzenkörper aber mit relativ langen Dochten. Will heißen: Nach dem kräftigen Plus der Vorwoche zeigen sich die Anleger in der laufenden Handelswoche verunsichert, zumal die Kurse sich zuletzt im Bereich der oberen Begrenzungslinie des Aufwärtstrendkanals (blau schraffiert im Tageschart) bewegten.



Was die mittelfristige Ausgangslage anbelangt, so überzeugen die Aktien von Munich Re weiterhin auf der Long-Seite; Wochen- und Monatschart zeugen davon. Die aktuellen Kurse bewegen sich derzeit mehr als zehn Prozent oberhalb ihrer 200-Tageskurve - siehe Graf unterhalb des Wochencharts. Rückblickend betrachtet ist dies ein prozentualer Abstand, der eine Kursüberhitzung andeutet. Langfristig jedoch ist der Aufwärtstrend voll intakt und insbesondere der Monatschart präsentiert sich in einer vielversprechenden Ausgangslage. Dass die Notierungen derzeit wieder oberhalb ihrer 200-Euromarke notieren, ist sehr positiv zu beurteilen.



Halten / Kaufen. Die Munich-Re-Aktie ist derzeit zwar überkauft, langfristig dürften die Kurse aber weiter steigen. Kurskorrekturen sind deshalb als Kaufgelegenheit zu betrachten. Unser nächstes Kursziel veranschlagen wir im Bereich um 240 Euro. Eine solide Unterstützung verspricht der Kursbereich um 200 Euro - siehe Wochenchart. Nächster Widerstand: 218,40 Euro. Langfristiges Kursziel: 240,00 Euro- Nächste Unterstützungen: 209,69 Euro (21-Tagelinie) und 200 Euro.



Dow Jones: Vorsicht vor falschen Signalen

Im Dunstkreis des Jahreshochs steht der Dow Jones Industrial Index vor einer Richtungsentscheidung. Mehrere Szenarien sind möglich, Anleger sollten den Markt nicht nur wegen der anstehenden Fed-Zinssitzung am Abend engmaschig verfolgen. Dabei darf der Blick auf die längerfristige Entwicklung nicht fehlen. Von Franz-Georg Wenner


Der Kurzfrist-Chart visualisiert die Ausgangslage für die kommenden Tage. Anfang März fiel der Dow aus einem lehrbuchmäßigen Aufwärtskanal und zeigte eine schwache Konsolidierung. Zuletzt pendelte der Index um die noch steigende 21-Tage-Linie (blau), ein nachhaltiger Ausbruch darüber liegt noch nicht vor. Solange der Mittelwert behauptet wird, sind weiter steigende Kurse bis 26.150 sowie frische Jahreshochs oberhalb von 26.200 zu erwarten (grün). Setzen Gewinnmitnahmen ein, liegt die erste Zielzone bei rund 25.600. Der zuletzt sehr zuverlässige Prognose-Korridor (dunkelgrau) lässt sogar Platz bis 25.400. Aus taktischer Sicht sollten Anleger heute keine zu großen Risiken eingehen. Mit der Zinsentscheidung der amerikanischen Notenbank um 19 Uhr sowie der Pressekonferenz ab 19.30 Uhr steht ein wichtiger Termin unmittelbar bevor. Die Wahrscheinlichkeit von Fehlsignalen steigt deutlich an.


Im langfristigen Zeitfenster zeigt das Kursbild im Bereich um 26.250 zahlreiche Wendepunkte, an denen sich Marktteilnehmer auch jetzt wieder orientieren dürften. Bleibt die Kaufbereitschaft darüber hoch, sollten Anleger dennoch Geduld mitbringen. Die obere Grenze des Bewegungskorridors verläuft bei 26.500, spätestens hier wird die Luft wieder dünn.

Mit Hebel auf steigende Kurse setzen
WKN MF9SAX
Emittent Morgan
Stanley
Kurs DAX 25.887,38
Basispreis 23.572,67
Knock-Out-Schwelle 24.030,17
Hebel 11,18
Laufzeit endlos
Kurs 20,50
Mit Hebel auf fallende Kurse setzen
WKN SC8LYX
Emittent Societe
Generale
Kurs DAX 25.887,38
Basispreis 27.962,63
Knock-Out-Schwelle 27.261,74
Hebel 12,47
Laufzeit endlos
Kurs 18,15


DAX: Markt steht weiter auf der Kippe

Der Konflikt zwischen kurz- und mittelfristigen Geldflüssen in den Deutschen Aktienindex ist noch immer nicht aufgelöst. Auch weiterhin bleiben alle Optionen offen, wobei die Prognose für die kommenden Tage aber unverändert ist. Anleger müssen nun besonders genau hin sehen. Von Andreas Büchler


Bis fast an an die 12.200er-Marke reicht der Trendkanal theoretisch, in dem der DAX nun schon seit Jahresanfang ansteigt. Doch ob er dieses Potenzial auf die Schnelle realisieren kann, ist mehr als fraglich. Der Fokus des Handelsgeschehens dürfte sich eher auf die Unterseite dieses Korridors um 11.450/11.550 richten. Dort verläuft aktuell auch der Monatsdurchschnitt des Index (blau), welcher in der Vergangenheit ebenfalls einen stabilisierenden Effekt hatte.


Warum Vorsicht angebracht ist, zeigt der weiter zurück reichende Chart: Hier wird deutlich, dass der Markt an einer waagerechten Zone angekommen ist, in der bereits in den Vorjahren viele Richtungswechsel stattfanden. Dazu wirkt der 200-Tage-Durchschnittskurs (violett) ebenfalls als Bremse, wie es zuletzt erst in 2018 wieder zu beobachten war. Ein positives Signal gibt es auf dieser Zeitebene jedoch bereits: Der vor einem Jahr gestartete Abwärtstrendkanal (rot) scheint nach oben durchbrochen worden zu sein, was als erstes Zeichen einer weiterhin starken Nachfrage interpretiert werden kann. Dennoch dürfte der DAX ohne eine längere Pause kaum an dem Areal zwischen 11.850 und 12.100 vorbei kommen, dafür verlaufen dort zu viele technische Einflussfaktoren, an denen sich Verkäufer in der Regel mit Gewinnmitnahmen orientieren. Selbst eine Konsolidierung in Richtung der 11.000er-Marke wäre keine Überraschung.

Mit Hebel auf steigende Kurse setzen
WKN MF97EX
Emittent Morgan
Stanley
Kurs DAX 11.697,00
Basispreis 10.492,34
Knock-Out-Schwelle 10.492,34
Hebel 9,71
Laufzeit endlos
Kurs 12,24
Mit Hebel auf fallende Kurse setzen
WKN CQ9FMU
Emittent Citi

Kurs DAX 11.696,77
Basispreis 12.609,92
Knock-Out-Schwelle 12.609,92
Hebel 12,81
Laufzeit endlos
Kurs 9,12


Dow Jones: Käufer übernehmen wieder die Kontrolle

Mit dem positiven Wochenauftakt verdichten sich beim Dow Jones Industrial Index die Anzeichen für eine erneute Aufwärtswelle. Sollten die jüngsten Gewinne bestätigt werden, rückt bereits in dieser Woche das Jahreshoch in Reichweite. Mittelfristig sind sogar noch höhere Ziele realistisch. Von Franz-Georg Wenner


Am amerikanischen Aktienmarkt schaffen die Käufer zunehmend Fakten und geben die Richtung vor. Der hochaufgelöste Stundenchart zeigt eine noch junge Serie steigender Hoch- und Tiefpunkte, die sich als Ausgangspunkt einer weiteren positiven Marktphase erweisen könnte. Für das freundliche Szenario spricht die jüngste Rückeroberung des Monatsdurchschnitts (blau) sowie der bisherigen Verkaufszone um 25.800/25.900. Der Bereich könnte nun einen Rollentausch hin zu einer Unterstützung vollzogen haben und somit das Risiko begrenzen. Im vorbörslichen Handel knüpft der Dow an den guten Wochenauftakt an und wird oberhalb von 26.000 erwartet. Die nächste Zielregion liegt bei 26.150/26.250. Auf diesem Kursniveau verlaufen einige Wendepunkte von Ende Februar sowie die Grenze des dunkelgrau eingezeichneten Prognose-Korridors.


Etwas mehr Fantasie lässt die Analyse des Tagescharts aufkommen. Ein auf dieser Zeitebene berechnete Vorhersage-Kanal eröffnet schon jetzt Spielraum bis 26.500 (dunkelblau). Hier wirkt sich die Konsolidierung der vergangenen Wochen nun positiv aus. Während der Markt Ende Februar überhitzt war und am oberen Rand des Schwankungs-Korridors notierte, liegt der Dow nach der Atempause derzeit in der Mitte der Range. Für Neueinsteiger, die auf steigende Kurse setzen wollen, hat sich somit auch aus statistischer Sicht das Chance-Risiko-Verhältnis verbessert.

Mit Hebel auf steigende Kurse setzen
WKN MF9SAX
Emittent Morgan
Stanley
Kurs DAX 25.914,10
Basispreis 23.570,39
Knock-Out-Schwelle 24.030,17
Hebel 11,06
Laufzeit endlos
Kurs 21,66
Mit Hebel auf fallende Kurse setzen
WKN SC8LYX
Emittent Societe
Generale
Kurs DAX 25.914,10
Basispreis 27.962,25
Knock-Out-Schwelle 27.261,74
Hebel 12,65
Laufzeit endlos
Kurs 16,99


Apple: Aufgepasst am 25. März

Die Notierungen von Apple gehen gefestigt in die neue Handelswoche und schließen am Montag in New York ein Prozent höher bei 188,02 US-Dollar. Damit setzt sich der positive Trend der vergangenen Tage fort. Insbesondere die vergangene Woche präsentierte sich sehr fest: Die Aktienkurse der Software-Schmiede spurteten um 6,1 Prozent nach oben. Damit summieren sich die Kursgewinne der vergangenen drei Monate auf 13 Prozent. Wir zeigen die wichtigen Marken und die passende Strategie. Von Manfred Ries

 

Am kommenden 25. März wird das Unternehmen neue Produkte vorstellen. Dies könnte die Gewinnphantasie ankurbeln und für weitere Nachfrage nach Apple-Aktien sorgen. Die Apple-Notierungen zeigen sich im kurzfristigen Zeitfenster durch die 21-Tagelinie (grüne Kurve; derzeit bei 176,17 US-Dollar) als relativ gut unterstützt - siehe Tageschart. Ein größerer Halt verspricht die Kursmarke um 168,42 US-Dollar. Auf der Oberseite wartet aktuell mit der 200-Tagelinie (blaue Kurve; derzeit bei 190,67 US-Dollar) ein größerer Widerstand. Spätestens im Bereich um 200 US-Dollar jedoch ist mit kräftigem Gegenwind zu rechnen.



Langfristig betrachtet aber überzeugt die Apple-Aktie auf der Long-Seite. Unser langfristiges Kursziel veranschlagen wir auf 220 / 233 US-Dollar. Bei der letztgenannten Kursmarke handelt es sich um das bisherige Allzeithoch, welches im Vorjahr markiert wurde. Diese Kursmarken lassen sich aus dem Wochenchart herleiten.



Nachfolgendes Produkt der Emittentin Morgan Stanley zielt auf weiter steigende Notierungen bei den Apple-Aktien ab. Der Hebel liegt aktuell bei spannenden 8,4 bei einer offenen Laufzeit. Würde der Kurs des Apple-Papiers bis auf 220 US-Dollar steigen, so würde sich mit dem nachfolgenden Derivat ein rechnerischer Gewinn von rund 130 Prozent einstellen. Dabei können Anleger derzeit mit einem relativ engmaschigen Stop-Losskurs - angelegt knapp unterhalb der 21-Tagelinie - agieren.



Unterstützungen und Widerstände

Chartmarken Niveau
Oberes Ziel 2 200,00
Oberes Ziel 1 220,00
Unteres Ziel 1 176,17
Unteres Ziel 2 168,42


Trading-Idee

Basiswert APPLE INC.
Produktvorstellung Turbo Long
WKN MC00QN
Emittent Morgan Stanley
Laufzeit endlos
Basispreis 165,59
Knock-Out-Schwelle 165,59
Hebel 8,38
Kurs in EUR 2,15

 

DAX: Vorsichtige Anleger warten auf den Ausbruch

Der Deutsche Aktienindex steht vor einer wichtigen Weggabelung: Eine kurzzeitig hohe Nachfrage trifft auf einen schon länger anhaltenden, etwas weniger dynamisch verlaufenden Verkaufsdruck. Welche Strömung sich durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Zumindest vorläufig dürfte die Entscheidung klar sein. Von Andreas Büchler


Würde das Kaufinteresse weiter so fortbestehen wie seit Jahresanfang, hätte der DAX Luft nach oben in Richtung 12.150 (grün). Doch auch die Untergrenze des entsprechenden Kurskorridors sowie der oft als Konsolidierungsziel dienende Monatsdurchschnitt (schwarz, blau) bei 11.400 /11.550 sollten im Auge behalten werden.


Der Grund für einen erneuten Richtungsumschwung nach unten wird im weiter zurück reichenden Chart erkennbar: Der DAX bewegt sich knapp unterhalb einer horizontalen Wendezone bei 11.700/12.100, die aktuell noch von der fallenden 200-Tage-Linie verstärkt wird (violett) an welcher es historisch betrachtet ebenfalls gehäuft zu Richtungswechseln kommt. Zumindest aber der Abwärtstrendkanal (rot) scheint kein Hindernis zu sein, da ein erster kleiner Anstieg über dessen Obergrenze erkennbar wird. Dennoch sollte das hier aufkommende Verkaufsinteresse für eine längere Pause des Anstiegs reichen. Risikobewusste Investoren gedulden sich mit neuen Käufen daher, bis sich entweder der kurzfristige Aufwärts- oder der mittelfristige Abwärtstrend durchgesetzt hat.

Mit Hebel auf steigende Kurse setzen
WKN MF97EX
Emittent Morgan
Stanley
Kurs DAX 11.657,06
Basispreis 10.491,46
Knock-Out-Schwelle 10.491,46
Hebel 10,00
Laufzeit endlos
Kurs 11,73
Mit Hebel auf fallende Kurse setzen
WKN CQ9FMU
Emittent Citi

Kurs DAX 11.657,06
Basispreis 12.611,46
Knock-Out-Schwelle 12.611,46
Hebel 12,21
Laufzeit endlos
Kurs 9,65


Dow Jones: Befreiungsschlag steht noch aus

Nach der deutlichen Erholung in der Vorwoche haben sich die Perspektiven für den Dow Jones Industrial Index verbessert. Allerdings reicht das bisherige Kaufinteresse noch nicht für ein klares Signal der Stärke aus. Anleger sollten die Kursentwicklung nun sehr engmaschig verfolgen. Von Franz-Georg Wenner


Zum Wochenauftakt steht der Dow vor einer Weichenstellung: Am Freitag eroberte der Index bereits die 21-Tage-Linie (blau) zurück, scheiterte aber an der richtungsweisenden Verkaufszone um 25.800/25.900. Erst wenn die Nachfrage auch darüber noch anhält, wäre der Weg wieder frei für einen Anlauf an das Jahreshoch oberhalb von 26.200. Solange dies nicht der Fall ist, muss jederzeit mit einem erneuten Rückschlag in den Bereich 24.850/25.150 gerechnet werden.


Nicht fehlen darf der Blick auf den übergeordneten Tageschart. Die Bedeutung der 200-Tage-Linie (violett) bei 25.150 sollte derzeit nicht zu hoch angesetzt werden. Ähnlich wie bereits im dritten Quartal 2018 stellt der Gleitende Durchschnitt in Seitwärtsmärkten keinen zuverlässigen Stabilisierungsfaktor dar. Positiv fällt allerdings auf, dass es trotz der kräftigen Erholung seit Weihnachten bisher kaum zu Gewinnmitnahmen kam. Investierte Anleger rechnen offenbar mit weiter steigenden Kurse, während Rücksetzer zügig gekauft werden. Damit bleibt ein Test der Rekordregion um 26.250/26.950 mittelfristig im Spiel.

Mit Hebel auf steigende Kurse setzen
WKN MF9DQ7
Emittent Morgan
Stanley
Kurs DAX 25.864,31
Basispreis 23.560,96
Knock-Out-Schwelle 23.560,96
Hebel 11,23
Laufzeit endlos
Kurs 20,58
Mit Hebel auf fallende Kurse setzen
WKN SC8LYX
Emittent Societe
Generale
Kurs DAX 25.864,18
Basispreis 27.961,88
Knock-Out-Schwelle 27.261,74
Hebel 12,33
Laufzeit endlos
Kurs 18,67


SAP: Wichtiges Signal

Die Papiere von SAP melden sich mit einem starken Impuls zurück. Nach mehreren Wochen ausgeprägter Lethargie unterhalb der 200-Tagelinie (blaue Kurve) gelang den Notierungen am Freitag ein entscheidender Sprung nach oben: Die Rede ist vom Ausbruch über den gleitenden Durchschnitt von 200 Tagen. Von Manfred Ries

 

Diese Linie stellt die durchschnittlichen Kurse der vergangenen 200 Handelstage dar und visualisiert damit den mittelfristigen Trend des Aktienkurses. Die Bedeutung dieser Linie als charttechnischer Widerstand zeigt sich im Chartbild der jüngsten Vergangenheit. Der jetzige Ausbruch nach oben wird von Anlegern als Befreiungsschlag gewertet - das kräftige weiße Candle vom Freitag (vorletzte Kerze im Tageschart) zeugt vom starken Kaufinteresse seitens der Investoren.



Aus diesem Kaufsignal könnte jetzt mehr erwachsen, zumal sich die Kurse in einem intakten Aufwärtstrendkanal nach oben bewegen. Dieser positive Trend stellte sich Anfang 2019 ein und findet sich im Wochenchart blau schraffiert wider. Aus charttechnischer Sicht liegt das nächste Kursziel jetzt im Bereich des bisherigen Allzeithochs bei 108,52 Euro. Ein Ausbruch nach oben wäre als neuerliches Kaufsignal zu bewerten mit einem nachfolgenden, langfristigen Kursziel von dann 130 Euro. Diese Kursmarke läge an der oberen Begrenzung des aktuellen Aufwärtstrendkanals und lässt sich aus dem Monatschart herleiten. Charttechnisch präsentiert sich die SAP-Aktie zu Wochenbeginn in einer starken Verfassung. Das Minus vom Montagmorgen (-0,6%) ist als gesunde Konsolidierung nach dem kräftigen Plus vom Freitag (+2,4%) zu betrachten. Mittel- und Langfristig überzeugt die SAP-Aktie auf der Long-Seite. Gleichzeitig präsentiert sich der Titel im Bereich um 95,50 Euro (21-Tagelinie; grüne Kurve) als gut unterstützt.



Nachfolgendes Long-Derivat aus dem Hause der Emittentin Morgan Stanley zielt auf steigende Kurse bei den Aktien von SAP ab. Der Hebel liegt bei soliden 5,03. Was ist zu erwarten? Würde der Kurs bis auf 108,52 Euro steigen, so würde sich mit dem nachfolgenden Derivat ein Gewinn von knapp 48 Prozent einstellen. Notierungen um 130 Euro würden den Preis des Derivats um rechnerisch mehr als 150 Prozent verteuern.



Unterstützungen und Widerstände

Chartmarken Niveau
Oberes Ziel 2 108,52
Oberes Ziel 1 130,00
Unteres Ziel 1 95,45
Unteres Ziel 2 96,59


Trading-Idee

Basiswert SAP SE O.N.
Produktvorstellung Turbo Long
WKN MF0870
Emittent Morgan Stanley
Laufzeit endlos
Basispreis 79,55
Knock-Out-Schwelle 79,55
Hebel 5,10
Kurs in EUR 1,97

 

DAX: Kurse über 12.100 sind sehr unwahrscheinlich

Kurzfristig geht es weiter aufwärts, und diese Tendenz kann sich im Idealfall auch noch für ein paar Tage fortsetzen. Doch das Risiko für Käufe wird immer größer denn das Potenzial auf der Unterseite ist ungleich höher - wenn die mittelfristigen Perspektive mit berücksichtigt wird. Von Andreas Büchler


Eine Annäherung des Marktes an seinen Monatsdurchschnitt (blau) und der momentan recht ähnlich verlaufenden Untergrenze des seit Jahresbeginn laufenden Aufwärtstrendkanals (schwarz) löst offenbar immer noch eine steigende Nachfrage aus. Dies ist ein Stärkezeichen, da Marktteilnehmer bereits kleinere Rückschläge zu Käufen nutzen. Gäbe es sonst keine technischen Einflussfaktoren auf den Kursverlauf, wäre der Weg aus diesem Blickwinkel bis rund 12.100 an die Obergrenze des Trendkanals frei.


Es wäre jedoch ein grober Fehler, die Ausgangslage beim DAX nicht auch noch aus der Vogelperspektive zu betrachten. Hier zeigt sich ein Abwärtstrend (rot), sowie eine stark ausgeprägte horizontale Wendezone von 11.700/11.850 bis rund 12.100. Da in diesen Bereich auch noch der 200-Tage-Durchschnitt (violett) als beliebter Verkaufspunkt fällt, ist ein weiterer Anstieg ohne vorausgehende Pause kaum vorstellbar. Insbesondere, da der Index nach einer steilen Rally bereits leicht überhitzt ist und auch bald den oberen Randbereich seines mittelfristigen Schwankungskorridors (blau) erreicht.

Mit Hebel auf steigende Kurse setzen
WKN MF97EX
Emittent Morgan
Stanley
Kurs DAX 11.712,23
Basispreis 10.490,59
Knock-Out-Schwelle 10.490,59
Hebel 9,72
Laufzeit endlos
Kurs 12,15
Mit Hebel auf fallende Kurse setzen
WKN CQ9FMU
Emittent Citi

Kurs DAX 11.694,35
Basispreis 12.612,99
Knock-Out-Schwelle 12.612,99
Hebel 12,73
Laufzeit endlos
Kurs 9,11


Dow Jones: Neuer Kurs vor dem Wochenende?

Der Dow Jones Industrial Index "klebt" geradezu unterhalb wichtiger markttechnischer Kursniveaus. Ein nachhaltiger Ausbruch aus dieser festgefahrenen Lage ist frühestens am Montag zu erwarten, aber Anleger sollten auch jetzt schon auf frische Richtungssignale achten. Von Andreas Büchler


Nach wie vor halten sich Käufer beim Dow zurück, wodurch er an dem horizontalen Wendebereich unterhalb von 25.800/25.900 verharrt. Solange es oberhalb von dieser Zone zu keiner weiteren Nachfrage kommt, bleibt eine Fortsetzung der zu Monatsbeginn gestarteten Abwärtsbewegung das geringfügig wahrscheinlichere Szenario (rot).


Aus der langfristigen Perspektive befindet sich der Markt nach wie vor in einem Seitwärtstrend. Innerhalb dieser Tradingrange notiert er immerhin in der oberen Hälfte, welche aktuell gut durch den 200-Tage-Durchschnittskurs (violett) nach unten abgegrenzt wird. Nur wenn der bei rund 25.150 verlaufende Mittelwert nach unten durchbrochen wird, müssen Anleger einen neuen Test der jüngsten Hochs zwischen 26.250 und 26.950 von ihrer Wunschliste streichen. Momentan wirkt der Dow aber relativ stabil, so dass eine Konsolidierung auf hohem Niveau möglich erscheint.

Mit Hebel auf steigende Kurse setzen
WKN MF9DQ7
Emittent Morgan
Stanley
Kurs DAX 25.695,84
Basispreis 23.554,13
Knock-Out-Schwelle 23.554,13
Hebel 12,00
Laufzeit endlos
Kurs 18,99
Mit Hebel auf fallende Kurse setzen
WKN SC8LYX
Emittent Societe
Generale
Kurs DAX 25.695,84
Basispreis 27.960,76
Knock-Out-Schwelle 27.261,74
Hebel 11,35
Laufzeit endlos
Kurs 20,31


Gea: Wer hätte das gedacht?

Tag der Wahrheit für Gea am Donnerstag: Der Konzern ist im vergangenen Jahr um die Hälfte geschrumpft. Neues Personal soll die Firme jetzt wieder in die Erfolgsspur bringen. Charttechnisch führte der kräftige Kursanstieg vom Donnerstag zu einem Ausbruch über das bisherige März-Hoch bei 22,09 Euro - ein Kaufsignal! Was ist noch möglich? Von Manfred Ries

 

GEA steigen am Freitagmorgen um 0,4 Prozent und gehen damit gut behauptet in den Handel. Tags zuvor gehörten die Papiere des im MDAX gelisteten Maschinenbauers zu den Outperformern im Index: Die Notierungen sind um mehr als zehn Prozent gestiegen und führten damit die Liste der Outperformer an. Die Ausgangslage im kurzfristigen Zeitfenster entspannt sich zusehends, zumal jetzt die 21-Tagelinie (grüne Kurve im Tageschart) ihre Abwärtsbewegung beendet hat und nun wieder nach oben strebt. Dieser gleitende Durchschnitt der vergangenen 21 Handelstage visualisiert das kurzfristige Trendverhalten der Aktie. Der Titel präsentiert sich aktuell leicht überkauft; davon zeugt die Grafik unterhalb des Tagescharts. Diese misst den prozentualen Abstand zwischen Aktienkurs und 21-Tagelinie (21,45 Euro). Mit einer Konsolidierung / Korrektur sollte gerechnet werden. Gleichzeitig fungiert die 21-Tagelinie als kurzfristige Unterstützung.



Wochen- und Monatschart erlauben einen Einblick in den mittel- und langfristigen Trend der Aktie. Anfang Februar konnte sich bei 19,09 Euro ein Boden ausbilden – wir sprechen von einem 6-Jahrestief. Seither streben die Titel nach oben; die Aufwärtstrendlinie zeugt davon. Im Bereich um 24,89 / 25,00 Euro wartet nun eine größere Hürde nach oben - hier könnten die Notierungen auf Gegenwind stoßen, spätestens jedoch an der 200-Tagelinie (blaue Kurve), die bei 27,15 Euro verläuft. Ein Ausbruch nach oben wäre indes als starkes Kaufsignal zu verstehen.



Halten. Der Aktienkurs von GEA zeigt sich leicht überhitzt; eine kurzfristige Konsolidierung / Korrektur sollte eingeplant werden. Der Verlauf der 21-Tagelinie eignet sich als Orientierung zum Platzieren eines Stop-Losskurses. Nächste Widerstände: 24,89 Euro und 27,15 Euro. Nächste Unterstützungen: 22,09 Euro und 19,09 Euro.



DAX: Kommt der erlösende Kaufimpuls?

Nach wie vor befindet sich der Deutsche Aktienindex zwar in einem kleinen Aufwärtstrend, aber die übergeordnete Tendenz des Marktes entwickelt sich in eine ganz andere Richtung. Anleger, die diesen Einflussfaktor ignorieren, gehen unnötige Risiken ein. Von Andreas Büchler


Anhaltendes Kaufinteresse lässt den DAX stabil nach oben klettern. Im Idealfall hat der Index innerhalb seines aktuell gültigen Steigungskanals (schwarz) auch noch Luft bis über die 12.000er-Marke (grün). Doch auch wenn es aus dieser Perspektive nicht so aussieht, ist ein Ausbruch unter die Südgrenze des Korridors um 11.350 ebenso möglich (rot).


Erst ein längerfristiger Blickwinkel erklärt, warum der DAX nach der starken Rally seit dem Jahreswechsel nun vielleicht an einem entscheidenden Wendepunkt angekommen ist. Bereits in 2018 stoppte er trotz einer vergleichbaren Erholung im Frühjahr, um anschließend kontinuierlich in die Gegenrichtung zu steuern. Die dabei entstandenen Zwischenhochs lassen sich linear zu einem weiteren Korridor verbinden, dessen oberer Rand nun erreicht ist (rot). Er verläuft um 11.700/11.850 und bildet zusammen mit der bis 12.100 reichenden horizontalen Wendezone ein massives markttechnisches Hindernis. Zusätzliches Verkaufsinteresse dürfte zudem noch durch den 200-Tage-Durchschnittskurs (violett) ausgelöst werden, der auf gleicher Höhe verläuft und oft einen hemmenden Effekt auf den Markt hat.

Mit Hebel auf steigende Kurse setzen
WKN MF97EX
Emittent Morgan
Stanley
Kurs DAX 11.587,47
Basispreis 10.487,09
Knock-Out-Schwelle 10.487,09
Hebel 10,53
Laufzeit endlos
Kurs 11,33
Mit Hebel auf fallende Kurse setzen
WKN CQ9FMU
Emittent Citi

Kurs DAX 11.587,47
Basispreis 12.619,13
Knock-Out-Schwelle 12.619,13
Hebel 11,23
Laufzeit endlos
Kurs 10,14


Dow Jones: Käufer werden wieder vorsichtig

Erwartungsgemäß stagniert der Dow Jones Industrial Index unterhalb der nun erreichten Preiszone. Hier erfolgt die erste Weichenstellung für die nächsten Tage und Wochen, daher sollten Anleger genau auf Anzeichen eines weiteren Nachfrageschubs achten. Von Andreas Büchler


Seit der Aufwärtstrend vom Jahresanfang durch eine gegenläufige Tendenz abgelöst wurde, müssen vor allem kurzfristig agierende Marktteilnehmer umdenken: Finden sich auch zukünftig keine Käufer oberhalb von 25.800/25.900, wäre dies ein weiteres Schwächesignal und eine Bestätigung für den neuen Abwärtstrend (rot). Auf diesem Preisniveau orientieren sich Verkäufer am Monatsdurchschnitt (blau) und einer horizontalen Zone, die ebenfalls bereits einige Wendepunkte produzierte. Verluste in Richtung 24.850/25.150 sind daher wahrscheinlich.


Der aktuell an der 25.150er-Marke verlaufende 200-Tage-Mittelkurs (violett) stellt noch eine potenzielle Stabilisierungszone für den Dow dar. In Seitwärtsbewegungen halten sich Käufer dort aber zurück, und der populäre Durchschnitt verliert seine bodenbildende Wirkung. Geduldige Investoren, die das Verhalten des Marktes in diesem Areal abwarten, können im Anschluss eine zuverlässigere Prognose zur weiteren Bewegungsrichtung stellen.

Mit Hebel auf steigende Kurse setzen
WKN MF9DQ7
Emittent Morgan
Stanley
Kurs DAX 25.657,15
Basispreis 23.551,85
Knock-Out-Schwelle 23.551,85
Hebel 12,19
Laufzeit endlos
Kurs 19,35
Mit Hebel auf fallende Kurse setzen
WKN SC8LYX
Emittent Societe
Generale
Kurs DAX 25.655,15
Basispreis 27.960,38
Knock-Out-Schwelle 27.261,37
Hebel 11,13
Laufzeit endlos
Kurs 20,13


Lufthansa: Jetzt steht die Entscheidung an

Kein schöner Flug: Der Aktienkurs der Deutschen Lufthansa AG verliert am Donnerstag mehr als fünf Prozent an Wert. Das Unternehmen legte vor Börsenbeginn seine Bilanzzahlen für das abgelaufene Jahr auf den Tisch: Das Konzernergebnis schrumpfte um acht Prozent, die Dividende jedoch soll stabil bleiben. Die Aktionäre zeigten sich verunsichert und schickten den Titel auf Sinkflug bis auf 21,30 Euro - und dort wurde es interessant. Von Manfred Ries

 

Denn bei aktuell 21,35 Euro verläuft die beinahe schon waagerecht verlaufende 200-Tagelinie (blaue Kurve). Dieses Preisniveau nutzten Anleger am Donnerstagmorgen zum Einstieg in die Papiere und verringerten das Minus. Die bisherigen Tagestiefstkurse fallen zudem mit einer mittelfristigen Aufwärtstrendlinie zusammen, die im Tageschart gut zu erkennen ist.



Tatsächlich könnte sich die 200-Tagelinie als tragfähige Unterstützung erweisen. Knapp unterhalb davon verläuft mit der 20,85er-Kurslinie eine weitere, potenzielle Kaufzone, unter der sich ein Stop-Losskurs platzieren lässt. Die 200-Tagelinie zeigt die durchschnittlichen Notierungen der vergangenen 200 Tage auf. Solange diese fällt, solange gilt der übergeordnete Abwärtstrend grundsätzlich als intakt. Nach einer ausgeprägten Schwächephase im zweiten Halbjahr 2018 hat der gleitende Durchschnitt seine Abwärtsbewegung offenbar beendet. Mit dem Sprung über die 200-Tagelinie Ende Januar (siehe Wochenchart) kostet eine Lufthansa-Aktie seither wieder mehr als mittelfristigen Durchschnitt - das Interesse der Anleger an Lufthansa-Aktien wächst. Kommt jetzt eine zweite Kaufwelle? Die Charts lassen wichtige Kursmarken erkennen: 29,30 / 20,60 Euro als Unterstützung; 22 Euro und 23,66 Euro (bisheriges Jahreshoch) als Widerstand. Ein Ausbruch nach oben wäre als Kaufsignal zu bewerten mit einem übergeordneten Kursziel von dann 28,80 - siehe Monatschart.



Unsere Einschätzung zur Deutschen-Lufthansa-Aktie: Halten / Kaufen. Derzeit nämlich lässt sich mit einem relativ engmaschigen Stop-Losskurs arbeiten, welches das Gewinn-Risikoverhältnis attraktiv erscheinen lässt. Nächste Widerstände: 22,00 Euro und 23,66 Euro. Nächste Unterstützungen: 21,10 Euro und 20,60 Euro.



DAX: Kräftegleichgewicht friert den Markt ein

Der Deutsche Aktienindex steckt in einer markttechnischen Klemme: Eine stabile kurzfristige Nachfrage trifft auf einen gleichermaßen anhaltenden mittelfristigen Verkaufsdruck. Welche dieser gegensätzlichen Strömungen sich durchsetzen wird, ist derzeit noch völlig offen. Von Andreas Büchler


Der DAX befindet sich unverändert im Aufwärtstrendkanal (schwarz), der sich über die Hochs und Tiefs seit Jahresbeginn konstruieren lässt und offenbar zusammen mit dem Monatsdurchschnittskurs (blau) vielen Käufern als Orientierung dient. Um 11.350/11.450 dürfte er den Index auch weiterhin stabilisieren. Sobald dieser Effekt nachlässt, müssen Anleger vorsichtig werden.


Gründe für einen Richtungswechsel zurück nach unten finden sich im bis Ende 2017 zurück reichenden Chart genug: Dort zeigt sich ein klar ausgeprägter Abwärtstrend (rot), der zusammen mit der horizontalen Wendezone um 11.850/12.100 viele Verkäufer anlocken dürfte. Auch die Obergrenze des mittelfristigen Schwankungskorridors (blau) ist dort erreicht, was erfahrungsgemäß die Chancen eines weiteren DAX-Anstiegs deutlich reduziert.

Mit Hebel auf steigende Kurse setzen
WKN MF97EX
Emittent Morgan
Stanley
Kurs DAX 11.576,68
Basispreis 10.487,09
Knock-Out-Schwelle 10.487,09
Hebel 10,62
Laufzeit endlos
Kurs 11,05
Mit Hebel auf fallende Kurse setzen
WKN CQ9FMU
Emittent Citi

Kurs DAX 11.576,68
Basispreis 12.619,13
Knock-Out-Schwelle 12.619,13
Hebel 11,11
Laufzeit endlos
Kurs 10,45


Dow Jones: Ist der Abwärtstrend vorbei?

Kaufinteresse von vermutlich eher längerfristig denkenden Investoren hat den Dow Jones Industrial Index stabilisiert. Doch reicht das bereits für den Start einer neuen Aufwärtsbewegung oder sehen wir aktuell nur eine Pause der jüngsten Verkaufswelle? Für eine Antwort braucht es Geduld. Von Andreas Büchler


Im Kurzfrist-Chart ist der Trend klar erkennbar: Die Serie steigender Tiefpunkte von Januar und Februar wurde zum Wechsel in den laufenden Monat von einer gegenteiligen Tendenz abgelöst (rote Gerade). Schreibt man diese Entwicklung in die Zukunft fort, liegt das nächste Kursziel für den Dow bei rund 24.850. Diese Prognose verbessert sich erst, wenn der Index auch oberhalb der zuletzt als Barriere wirksamen Preiszone um 25.900 noch gekauft wird und damit wieder stärkere Nachfrage signalisieren würde.


Der Grund für die Bodenbildung der Vortage wird im weiter zurück reichenden Kursverlauf erkennbar. Der Dow fing sich an seinem 200-Tage-Durchschnittspreis (violett), der - bis auf einige Ausnahmen in der jüngeren Vergangenheit - stets eine stabilisierende Wirkung auf den Kurs hat. Nur in Seitwärtstrends tritt dieser Effekt nicht auf, und damit ist klar, wohin die Reise geht, wenn es nicht genug Langfrist-Investoren gibt die an dieser Marke kaufen. Für einen Zwischenstopp auf dem Weg nach unten hat die Nachfrage aber anscheinend gereicht. Bleibt es so, können Anleger auf den Startschuss für eine neue Rally in Form eines Ausbruchs über die 25.900er-Marke warten. Versiegen die Käufer aber, gehört eine Tradingrange mit Untergrenze um 23.300/24.100 noch zu den optimistischen Zukunftsszenarien.

Mit Hebel auf steigende Kurse setzen
WKN MF9DQ7
Emittent Morgan
Stanley
Kurs DAX 25.554,66
Basispreis 23.556,59
Knock-Out-Schwelle 23.556,59
Hebel 12,79
Laufzeit endlos
Kurs 19,15
Mit Hebel auf fallende Kurse setzen
WKN SC8LYX
Emittent Societe
Generale
Kurs DAX 25.554,66
Basispreis 27.970,04
Knock-Out-Schwelle 27.270,79
Hebel 10,58
Laufzeit endlos
Kurs 20,46


Adidas: Darauf haben Schnäppchenjäger gewartet

Der Sportartikelhersteller Adidas legte am Mittwoch Bilanzzahlen vor. Fazit: Das Europageschäft schwächelt, doch weltweit bleibt der Konzern hochrentabel – die Dividendenzahlung wurde erhöht. Doch der Rücksetzer ist nicht nur negativ zu sehen, da zugleich die zuvor leicht überkaufte Marktsituation neutralisiert wurde. Von Manfred Ries

 

Die Aktien des Sportartikelherstellers Adidas sacken am Mittwoch kräftig ab. Mit dem kräftigen Rücksetzer ist eine Kurslücke entstanden - siehe Tageschart. Eine Kurslücke entsteht etwa bei sprunghaften Kursbewegungen. Zum Beispiel wenn kursbeeinflussende Nachrichten außerhalb der regulären Handelszeiten publik werden. Bei Wiederaufnahme der Notierung kann der erste Kurs in einigem Abstand von der letzten, vorhergehenden Notierung entfernt liegen. Die Lücke dazwischen ergibt sich durch nicht gehandelte Kurse. Oftmals - aber nicht zwingend notwendig - kommt es im Anschluss an solch einem „kursfreien Raum“ zu einer Gegenbewegung bis an die obere Kante der Lücke. Die Lücke wird dadurch „geschlossen“, wie Charttechniker sagen. Häufig setzt sich anschließend der übergeordnete Trend fort.



Charttechnisch sieht der heutige Kurseinbruch dramatisch aus, insbesondere im Tageschart. Andererseits jedoch hat sich damit die zuvor leicht überkaufte Marktsituation bereinigt: Adidas notiert derzeit 4,3 Prozent unterhalb ihrer durchschnittlichen Kurse der vergangenen 21 Handelstage. Dieser prozentuale Abstand zwischen Aktienkurs und 21-Tagelinie (grüne Kurve) wird durch den Graf unterhalb des Tagescharts abgebildet. Interessant wird es im mittelfristigen Zeitfenster, welches durch den Wochenchart widergegeben wird. Der heutige Kurseinbruch wurde vorerst an der 200-Tagelinie (blaue Kurve) gestoppt. Damit konnte sich diese als Unterstützung behaupten. Möglicherweise ein lukrativer Einstiegszeitpunkt? Durchaus vorstellbar, denn knapp unterhalb davon verläuft bei 194,80 Euro eine horizontale Unterstützungslinie.



Die Adidas-Aktie wartet derzeit mit einem lukrativen Gewinn-Risikoverhältnis auf. Ein etwaiges Long-Engagement könnte dabei mit einem Stop-Losskurs knapp unterhalb der 194,80er-Linie abgesichert werden. Als erstes Kurspotenzial auf der Long-Seite ist das bisherige Jahreshoch bei 219,80 Euro zu fokussieren. Nächste Widerstände: 208,30 Euro (21-Tagelinie) und 219,80 Euro (bisheriges Jahreshoch) Nächste Unterstützungen: 194,80 Euro und 178,15 Euro.



DAX: Der Crash zweier Trends kommt

Nur selten fallen die kurz- und die mittelfristige Prognose für den Markt so weit auseinander, wie derzeit der Fall: Während auf der einen Zeitebene ein Aufwärtstrend wie aus dem Lehrbuch erkennbar ist, existiert auf der anderen ein Abwärtstrend als Gegenpol. Wie geht es also weiter? Von Andreas Büchler


Die Aufwärtsbewegung des Deutschen Aktienindex seit Anfang Januar hat zwar zuletzt etwas an Schwung verloren, verläuft allerdings noch innerhalb der bereits etablierten Parameter: Die Kurse bewegen sich unverändert innerhalb eines steigenden Kanals (schwarz), der sich aus einer Verbindung vergangener Extrempunkte auf der Ober- und Unterseite konstruieren lässt. Erst ein Einbruch unter 11.325 würde zu einem Verlassen des Trendkanals und damit zu einem ersten Verkaufssignal führen. Dies zeichnet sich momentan noch nicht ab, zumal auch durch den Monatsdurchschnittskurs etwa 100 Punkte über diesem Grenzwert weitere kurzfristig motivierte Käufer angelockt werden (blau). An oder kurz unter diesem markttechnischen Einflussfaktor stabilisierte sich der Index in der Vergangenheit regelmäßig.


Das entgegengesetzte Bild bietet der Abwärtstrend im bis Ende 2017 zurück reichenden Chart (rot): Auch hier verstärkt ein viel beachteter Durchschnittspreis - diesmal über 200 Tage berechnet - den auf dieser Zeitebene vorherrschenden Abwärtstrendkanal (violett, rot). Kurse über 11.850 wären ein erstes Zeichen für einen Ausbruch über diese Hürde, doch nach dem steilen Anstieg der Vormonate dürften sich nur schwer die dafür erforderlichen Käufer finden.

Mit Hebel auf steigende Kurse setzen
WKN MF97EX
Emittent Morgan
Stanley
Kurs DAX 11.524,17
Basispreis 10.486,22
Knock-Out-Schwelle 10.486,22
Hebel 11,10
Laufzeit endlos
Kurs 10,27
Mit Hebel auf fallende Kurse setzen
WKN CQ9FMU
Emittent Citi

Kurs DAX 11.524,17
Basispreis 12.620,66
Knock-Out-Schwelle 12.620,66
Hebel 10,51
Laufzeit endlos
Kurs 11,27


Dow Jones: Stabilisierung am 200-Tage-Mittelkurs

Manche Einflussfaktoren auf den Kurs sind so bekannt, dass sie als sich selbst erfüllende Prophezeiung wirken. Davon profitiert der Dow Jones Industrial Index derzeit - aber Anleger müssen genau verstehen, was sie von diesem Effekt erwarten können, und was nicht. Von Andreas Büchler


Der im Januar gestartete Aufwärtstrend des Dow endete in der ersten Märzwoche und seitdem folgten weitere Verkaufssignale, die dieses erste negative Vorzeichen bestätigten. Doch das bedeutet nicht, dass nun eine längere Korrektur zwingend ist. Im Gegenteil: Im Falle eines positiven Verlaufs könnte eine Konsolidierung sogar schon weit vor dem ersten kurzfristigen Kursziel bei 24.850 wieder enden. Erst wenn der Index auch oberhalb der jüngsten Wendepunkte um 25.900 wieder gekauft wird, könnten Anleger sich diesbezüglich aber hinreichend sicher sein..


Die Ursache für die zuletzt wieder leicht zunehmende Kaufbereitschaft wird im länger zurück reichenden Chart offensichtlich: Der Dow ist bis an seinen 200-Tage-Durchschnittskurs (violett) zurückgefallen, an dem er sich im Vorjahr bereits häufiger stabilisierte. Auch wenn dieser viel beachtete Mittelwert zuletzt als Bodenbildungs-Schwelle versagte, orientieren sich offenbar noch zahlreiche Marktteilnehmer daran. In einem Seitwärtstrend ist darauf allerdings kein Verlass - und diese Tendenz zeigt der Index seit Anfang 2018 unter dem Strich. Wer vorsichtig ist, wartet daher weitere Anzeichen einer Stabilisierung ab, beispielsweise den Ausbruch über kurzfristige charttechnische Hürden.

Mit Hebel auf steigende Kurse setzen
WKN MF9DQ7
Emittent Morgan
Stanley
Kurs DAX 25.650,88
Basispreis 23.560,77
Knock-Out-Schwelle 23.560,77
Hebel 12,27
Laufzeit endlos
Kurs 18,81
Mit Hebel auf fallende Kurse setzen
WKN HW8WED
Emittent HVB

Kurs DAX 25.650,88
Basispreis 28.026,15
Knock-Out-Schwelle 27.877,18
Hebel 10,80
Laufzeit endlos
Kurs 21,34