Analysenübersicht

Täglich die besten Trading-Ideen für Anleger

Geeignet für Investoren Trader

DAX: Auf die Lauer legen

Ohne Unterstützung von den US-Börsen ist der DAX ruhig in die Woche gestartet. Heute dürfte der Handel wieder lebhafter ausfallen, ein weiteres Signal der Stärke ist durchaus möglich. Oder scheitert ähnlich wie zu Monatsbeginn der Sprung über die nun erreichte Verkaufszone? Langfristig haben zumindest die Optimisten leicht bessere Karten. Von Franz-Georg Wenner


An Feiertagen in den USA halten die Anleger in Frankfurt ihr Pulver meist trocken. Dieser Effekt war auch am Montag zu beobachten, als der DAX in sehr engen Schwüngen seitwärts pendelte. Die Umsätze lagen mit 2,4 Mrd. Euro auf einem weit unterdurchschnittlichen Niveau, die gestrige Lethargie hat somit keine Relevanz. Technisch bleibt das Bild unverändert: Neue Kaufsignale liegen erst vor, wenn der DAX den seit Wochen bestehenden Widerstand um 11.320 überwindet und auch über dem Jahreshoch Anschlusskäufe folgen. Die Rahmenbedingungen dafür sind allerdings nicht optimal, nach wie vor ist der Index leicht überhitzt. Nur im Extremfall lässt der Schwankungskorridor (grau) einen Rallyschub bis 11.470 zu. Ohne einen volumenstarken Ausbruch bleibt ähnlich wie zu Monatsbeginn ein erneuter Rücksetzer im Spiel. Die erste Anlaufstelle für Schnäppchenjäger stellt die 21-Tage-Linie (blau) bei 11.165 dar.


Deutlich mehr Korrekturpotenzial zeigt der langfristig wichtige Monatschart. Hier bestimmt zwar ein intakter Aufwärtskanal (schwarz) das Kursgeschehen. Seit der Index unter die Schlüsselzone um 11.700 gefallen ist, stellt die Untergrenze des Kanals bei 9700 aber ein mögliches Ziel im Rahmen einer weiteren Abwärtswelle dar (rot).


Mit Hebel auf steigende Kurse setzen
WKN CP35DU
Emittent Citi

Kurs DAX 11.299,20
Basispreis 10.019,47
Knock-Out-Schwelle 10.019,47
Hebel 8,83
Laufzeit endlos
Kurs 13,05
Mit Hebel auf fallende Kurse setzen
WKN MF7SA2
Emittent Morgan
Stanley
Kurs DAX 11.299,20
Basispreis 12.184,20
Knock-Out-Schwelle 12.184,20
Hebel 12,77
Laufzeit endlos
Kurs 8,85


Weitere Chartanalysen

VW: Langfristiger Signalgeber bereitet Sorgen

Der VW-Kurs leidet aktuell unter den angedrohten Strafzöllen der US-Regierung. Diese würden die deutschen Autobauern sehr treffen. Die Analysten der Berenberg-Bank etwa haben sich am Montagmorgen für ein „Verkaufen“ der Aktie ausgesprochen. Auf welche Kursmarken müssen Anleger achten, wie können Trader profitieren? Von Manfred Ries

 

Die Aktien von Volkswagen (VW) beginnen die heutige Handelswoche schwächer. Eineinhalb Stunden nach Handelseröffnung liegen die Kurse um 142,50 Euro und damit rund 1,6 Prozent tiefer als die Schlussnotierung vom Freitag. Damit bleiben die Notierungen unterhalb ihrer 21-Tagelinie (grüne Kurve), die bei 145,58 Euro verläuft . Dieser gleitende Durchschnittskurs stellt den VW-Kursen einen Widerstand nach oben dar. Auch wenn sich der vergangene Freitag sehr fest präsentiert hat - die vorletzte Tageskerze mit ihrem langen, weißen Körper zeugt davon -, so ändert dies nichts an unserer grundsätzlich negativen charttechnischen Einschätzung zur VW-Aktie.



Charttechnisch kann diese Einschätzung unterstützt werden - der mittelfristige Trend im Chartbild der VW-Aktie zeigt sich stark angeschlagen. Hiervon zeugt nicht zuletzt die 200-Tagelinie (blaue Kurve), die mit ihrem fallenden Verlauf vom negativen mittelfristigen Trend spricht. Dieser gleitende Durchschnitt, bei 148,77 Euro verlaufend, stellt gleichzeitig ein Widerstad nach oben dar. Sollte die nächste Unterstützung bei 138,36 Euro fallen, so erscheinen Notierungen um 132,05 Euro wahrscheinlich; dort lagen die Tiefstkurse des Vorjahres - siehe Wochenchart. Eine größere Unterstützung findet sich um 124,75 Euro.



Wer auf weiter fallende Notierungen bei den Aktien von VW setzten möchte, kann sich ein entsprechendes Short-Derivat ins Depot legen. Nachfolgend stellen wir ein Short-Produkt vor, mit dem sich Preisbewegungen um den Faktor 6,7 hebeln lassen. Unterstellen wir - im Falle weiterer Kursrückschläge - eine Zielmarke um 132,05 Euro, so hätte sich der Preis des Derivats um knapp 45 Prozent verteuert.



Unterstützungen und Widerstände

Chartmarken Niveau
Oberes Ziel 2 156,86
Oberes Ziel 1 148,38
Unteres Ziel 1 132,05
Unteres Ziel 2 124,75


Trading-Idee

Basiswert VOLKSWAGEN AG VZO O.N.
Produktvorstellung Turbo Long
WKN MF5ZFA
Emittent Morgan Stanley
Laufzeit endlos
Basispreis 163,77
Knock-Out-Schwelle 163,77
Hebel 6,78
Kurs in EUR 2,21

 

DAX: Reicht die Kraft?

Dank der Schützenhilfe seitens der Europäischen Zentralbank und Fortschritten bei den chinesisch-amerikanischen Handelsgesprächen hat sich mit der Rally am Freitag die Ausgangslage für den DAX etwas verbessert. Unverändert bleiben hingegen die Aussichten im mittelfristigen Bereich, klare Signale der Stärke sind hier vorerst nicht zu erwarten. Von Franz-Georg Wenner


Wieder einmal haucht die Geldpolitik dem DAX neues Leben ein. Im Stundenchart wird das Kursfeuerwerk am Freitag gut deutlich: Mit dem höchsten Tagesgewinn seit Mitte Januar steht der Markt an der nördlichen Grenze einer Seitwärtsrange, die bei etwa 11.320 verläuft. Mit dem Stimmungswechsel in der Vorwoche zeigt auch der aus vergangenen Bewegungen berechnete Prognose-Korridor (grau) wieder aufwärts. Zum Wochenauftakt ist der DAX allerdings leicht überhitzt: Ein klarer Ausbruch über 11.320 sowie anschließend das bisherige Jahreshoch bei 11.371 dürfte daher schwierig werden, zumal die US-Märkte wegen eines Feiertages geschlossen bleiben. Nach unten hin ist der DAX durch die 21-Tage-Linie (blau) bei 11.160 abgesichert.


Auch im mittelfristig relevanten Kerzenchart auf Wochenbasis wird die bisher erhöhte Verkaufsbereitschaft um 11.300 deutlich. Zugleich signalisiert die lange weiße Kerze der Vorwoche einen wieder größeren Optimismus, der Rückschlag aus der ersten Monatshälfte wurde ausgemerzt. Wichtig sind nun Anschlusskäufe, die weitere Anleger zum Einstieg ermutigen. Allerdings bleibt der DAX vorerst nur für Trader interessant, die gehebelt auch von kleineren Bewegungen verstärkt profitieren wollen. Das restliche Kurspotenzial beträgt vorerst rund 4,5 Prozent. Zwischen 11.725 bis 11.850 liegen zahlreiche Wendepunkte aus den vergangenen Jahren, zudem verläuft hier auch die kräftig fallende 200-Tage-Linie (violett). Ein direkter Durchmarsch und somit ein deutliches Signal der Stärke ist im ersten Anlauf nicht zu erwarten.


Mit Hebel auf steigende Kurse setzen
WKN CP35DU
Emittent Citi

Kurs DAX 11.299,80
Basispreis 10.016,44
Knock-Out-Schwelle 10.016,44
Hebel 8,80
Laufzeit endlos
Kurs 13,10
Mit Hebel auf fallende Kurse setzen
WKN MF7SA2
Emittent Morgan
Stanley
Kurs DAX 11.299,80
Basispreis 12.187,24
Knock-Out-Schwelle 12.187,24
Hebel 12,73
Laufzeit endlos
Kurs 8,60


Dow Jones: Signale der Schwerkraft beachten

Im kurzfristigen Zeitfenster bewegt sich der Dow Jones Industrial Index weiterhin in einem Aufwärtskanal. Derzeit ist das Chance-Risiko-Verhältnis für Neueinsteiger aber nicht mehr attraktiv. Nachdem der Markt seit dem Jahreswechsel einige Barrieren aus dem Weg geräumt hat, erscheint eine Atempause überfällig. Von Franz-Georg Wenner


Zum Wochenschluss wird der Dow etwas fester erwartet. Wichtiger ist die Frage, ob die Gewinne auch bis zur Schlussglocke verteidigt oder sogar noch ausgebaut werden. Am Montag bleiben die amerikanischen Börsen wegen eines Feiertags geschlossen. Investoren, die vor dem verlängerten Wochenende im Markt engagiert sind, gehen somit ein größeres Risiko ein. Sollten die Börsen heute fester schließen, wäre dies aus Sicht des Sentiments ein gutes Signal. Technisch ist der Weg nach oben weiterhin frei: Der Dow verläuft in einem Aufwärtstrendkanal (schwarz), der sich seit dem Jahreswechsel mit dem Schwankungskorridor (graue Fläche) deckt. Aus beiden Signalgebern kann ein Ziel auf der Oberseite bei rund 26.000 bestimmt werden. Analog dazu lässt der Trendkanal nach unten Spielraum bis 25.200, rund 300 Punkte tiefer verläuft der Monatsdurchschnitt (blaue Linie).


Unverändert angespannt bleibt die Lage in der übergeordneten Zeitachse des Tagescharts. Sorgen bereitet die anhaltend überkaufte Lage: Der Dow Jones ist in kurzer Zeit zu schnell gestiegen, eine Konsolidierung daher überfällig. Erst in der kommenden Woche wird der Wahrscheinlichkeitskorridor (blau) allmählich neuen Spielraum bieten. Entscheidend ist jetzt, wie stark Anleger Profite realisieren. Je geringer die Gewinnmitnahmen ausfallen, desto deutlichere Signale der Stärke sendet der Dow.


Mit Hebel auf steigende Kurse setzen
WKN MF9K5M
Emittent Morgan
Stanley
Kurs DAX 25.439,39
Basispreis 22.573,67
Knock-Out-Schwelle 23.022,93
Hebel 8,88
Laufzeit endlos
Kurs 25,55
Mit Hebel auf fallende Kurse setzen
WKN ST7NZS
Emittent Societe
Generale
Kurs DAX 25.439,39
Basispreis 27.700,00
Knock-Out-Schwelle 27.700,00
Hebel 11,25
Laufzeit 21.06.2019
Kurs 19,85


Scout24: Jetzt verkaufen?

Ein Freudentag für die Besitzer von Scout24-Aktien: Der Kurs der Papiere steigt am Freitagmorgen um 12,5 Prozent. Denn der Betreiber von Deutschlands größtem Wohnungs- und Häuser-Portal ImmobilienScout24 steht vor der Übernahme durch Finanzinvestoren: Blackstone und Hellman & Friedman bieten den Scout24-Eignern 46 Euro je Aktie, wie die Finanzinvestoren am Freitag mitteilten. Von Manfred Ries

 

Mit dem heutigen Kurssprung nähern sich die Notierungen zunehmend ihrem Allzeithoch: Dieses lag im Juli vergangenen Jahres bei 48,62 Euro. Charttechnisch liegen die Kurse für die Aktie damit wieder oberhalb ihrer gleitenden Durchschnittslinien von 21 Tagen (grüne Kurve) und 200 Tagen (blaue Kurve). Setzt sich die Kursrallye jetzt fort?



Die Finanzinvestoren bieten 46 Euro für eine Aktie. Die Notierungen des Titels liegen am Freitagmorgen um 46,60 Euro und damit knapp oberhalb des Angebotspreises. Mit der Preisvorgabe der Kaufinteressenten erscheint der Aktienkurs derzeit gedeckelt. Ob die Aktionäre pokern und die Kurse weiter nach oben treiben werden - um den Angebotspreis zu erhöhen - erscheint derzeit eher unwahrscheinlich. Sollte es dennoch dazu kommen, so läge das neue Angebot wohl kaum oberhalb des Allzeithochs bei 48,62 Euro, der momentan als Widerstand gilt. Als Unterstützung ist die 46er-Linie zu betrachten, solange das Angebot aufrecht erhalten bleibt. Ansonsten sind auf der Unterseite die Kursmarke um 39,76 / 40,00 Euro als Unterstützung zu beachten; dort findet sich das Wochentief.



Empfehlung: Halten. Mögliches Kursziel: 48,62 Euro (Allzeithoch); Stoppkurs: 45,50 Euro (knapp unterhalb des Angebotspreises).



DAX: Erste Warnsignale

Nach dem steilen Anstieg im Januar ist der Deutsche Aktienindex mit dem Monatswechsel in eine Seitwärtsbewegung eingeschwenkt. Der Dynamikverlust könnte sich als Vorbote einer weiteren Abwärtswelle erweisen. Eine Richtungsentscheidung dürfte zeitnah erfolgen. Von Franz-Georg Wenner


Der kleine Schwächeanfall im späten Geschäft am Donnerstag hat zunächst aus technischer Sicht kaum Schaden angerichtet. Wie bereits mehrfach in dieser Woche kam der Index oberhalb von 11.200 unter Druck, die hellgraue Grenze des im Stundenchart eingezeichneten Prognose-Verlaufs lieferte erneut gute Orientierung. Etwas zur Vorsicht mahnt der Tagesschluss unter der 21-Tage-Linie (blau) - dies dürfte zum Wochenschluss die Stimmung etwas dämpfen. Zudem erreichte der DAX nicht mehr die obere Grenze der Seitwärtsspanne bei 11.320, was ebenfalls leicht negativ zu sehen ist. In einem schwachen Marktumfeld drohen zunächst weitere Abgaben bis 10.950 (rot). Von hier aus oder im Bereich um 10.800 könnte eine erneute temporäre Erholung starten. Die nächsten Etappenziele auf der Oberseite liegen unverändert bei 11.230 und 11.320.


Aus dem Tageschart der vergangenen Jahre geht zudem hervor, warum Anleger nun allmählich wieder kalte Füße bekommen. Bis zur wichtigen Wendezone um 11.800 besteht nicht mehr viel Potenzial, zudem ist der übergeordnete Trend unverändert abwärts gerichtet. Ein erneuter Rückfall bis 10.200 oder sogar unter die 10.000er-Marke wäre aus statistischer Sicht in den kommenden Wochen bereits möglich.


Mit Hebel auf steigende Kurse setzen
WKN CP35DU
Emittent Citi

Kurs DAX 11.089,79
Basispreis 10.015,43
Knock-Out-Schwelle 10.015,43
Hebel 10,32
Laufzeit endlos
Kurs 11,14
Mit Hebel auf fallende Kurse setzen
WKN MF7SA2
Emittent Morgan
Stanley
Kurs DAX 11.089,79
Basispreis 12.188,26
Knock-Out-Schwelle 12.188,26
Hebel 10,10
Laufzeit endlos
Kurs 11,45


Dow Jones: Wichtige Hürde rückt näher

Obwohl der Dow Jones im kurz- wie auch mittelfristigen Bereich überhitzt ist und somit reif für eine Atempause, bleibt die Kaufbereitschaft der Anleger hoch. Je weiter der Markt allerdings nach oben läuft, desto größer wird die Korrektur-Gefahr. Ein möglicher Kursbereich für stärkere Gewinnmitnahmen kann schon jetzt bestimmt werden. Von Franz-Georg Wenner


Der hochaufgelöste Stundenchart vermittelt auf den ersten Blick ein positives Bild. Grundsätzlich ist der Trend mit einer Serie steigender Hoch- und Tiefpunkte aufwärts gerichtet. Seit rund einer Woche lässt die Dynamik allerdings nach. Der eingezeichnete Kanal (schwarze Linien) zeigt nicht mehr so steil nach oben wie sein Vorgänger (schwarz gestrichelt). Auch das aus vergangenen Bewegungen ermittelte Vorhersage-Band (grau) tendiert seitwärts, der Dow befindet sich zudem am oberen Ende des Korridors. Nur im Rahmen einer Übertreibungsphase wäre ein Spurt bis an die Kanalgrenze bei 25.855 möglich (grün). Den vergleichsweise geringen Chancen stehen größere Risiken gegenüber. Erst im Bereich um 24.860 bis 25.100 wäre wieder mit einer Stabilisierung zu rechnen.


Anleger sollten sich zudem von der medial stark beachteten Rückeroberung der 200-Tage-Linie (violett) nicht blenden lassen. Gleitende Durchschnitte sind als Zonen zu sehen, in deren Dunstfeld die Kurse häufig überdurchschnittlich starke Schwankungen zeigen. Erfahrungsgemäß liegt ein nachhaltiger Ausbruch erst vor, wenn der Kurs (per Tagesschluss) den Mittelwert um mindestens drei Prozent überschreitet. Läuft die Linie so wie in den vergangenen Monaten seitwärts, nimmt die Signalqualität deutlich ab. Trader sollten daher die horizontale Wendezone um 25.800 im Blick behalten, hier dürfte der Verkaufsdruck wieder zunehmen. Solange der Dow nicht über 26.000 schließt, bleibt auch die seit Oktober bestehende Serie fallender Hochpunkte intakt (rote Kreise).


Mit Hebel auf steigende Kurse setzen
WKN MF9K5M
Emittent Morgan
Stanley
Kurs DAX 25.543,27
Basispreis 22.571,49
Knock-Out-Schwelle 23.022,93
Hebel 8,60
Laufzeit endlos
Kurs 26,96
Mit Hebel auf fallende Kurse setzen
WKN ST7NZS
Emittent Societe
Generale
Kurs DAX 25.543,27
Basispreis 27.700,00
Knock-Out-Schwelle 27.700,00
Hebel 11,84
Laufzeit 21.06.2019
Kurs 18,57


Osram: Was ist jetzt noch möglich?

Was für ein Bullentag: Die Notierungen des Lichtspezialisten Osram sind am Mittwoch um 14 Prozent nach oben gesprungen und haben sich damit auf die Liste der Outperformer innerhalb des MDAX gestemmt. Das Plus des Vortages kam nicht von ungefähr: Wie bekannt wurde, verhandelt Osram mit zwei Investoren über eine Übernahme. Dem Vorstand wäre ein Großaktionär durchaus willkommen. Von Manfred Ries

 

Das kräftige Plus vom Mittwoch bringt neunen Glanz in das Chartbild: Sowohl die 21-Tagelinie (grüne Kurve) als auch die noch fallende 200-Tagelinie (blaue Kurve) wurden nach oben durchstoßen und dienen dem Osram-Kurs nun als Unterstützung.



Zwischenzeitlich notieren die Titel 5,3 Prozent oberhalb ihrer durchschnittlichen Preise der vergangenen 21 Handelstage - siehe Grafik unterhalb des Tagescharts. Rückblickend betrachtet spräche dies bereits für eine leicht verkaufte Marktsituation im kurzfristigen Bereich. Mittelfristig betrachtet spricht der Chartverlauf jedoch klar für eine lange Bodenbildung - siehe Wochenchart. Käme es zu einem Ausbruch über die signifikante Kursmarke bei 42,59 Euro, so wäre dies als starkes Kaufsignal zu interpretieren. Anleger achten jetzt auf die 21-Tagelinie (37,66 Euro) als kurzfristige Unterstützung. Auf der Oberseite veranschlagen wir unser übergeordnetes Kursziel auf 46,65 Euro; diese Marke lässt sich aus dem Wochenchart herleiten - Platz genug für eine Long-Strategie.



Nachfolgendes Long-Derivat aus dem Hause der Emittentin Morgan Stanley zielt auf steigende Kurse bei den Aktien von Osram ab. Der Hebel liegt bei rund 5,8. Was ist zu erwarten? Würde der Kurs bis auf 46,65 Euro steigen, so würde sich der Preis des Derivats fast verdoppeln. Andererseits lässt sich knapp unterhalb der 21-Tagelinie, die aktuell bei 37,66 Euro verläuft, ein Stop-Losskurs anlegen.



Unterstützungen und Widerstände

Chartmarken Niveau
Oberes Ziel 2 46,65
Oberes Ziel 1 41,92
Unteres Ziel 1 33,95
Unteres Ziel 2 37,66


Trading-Idee

Basiswert OSRAM LICHT AG NA O.N.
Produktvorstellung Turbo Long
WKN MF8XCB
Emittent Morgan Stanley
Laufzeit endlos
Basispreis 33,20
Knock-Out-Schwelle 33,20
Hebel 5,74
Kurs in EUR 0,77

 

DAX: Bollwerk limitiert die Kursfantasie

Nach der positiven Entwicklung in der ersten Wochenhälfte steht der Deutsche Aktienindex im oberen Bereich seiner noch jungen Seitwärtsspanne. Ein Ausbruch über das bisherige Jahreshoch ist in den kommenden Tagen durchaus möglich. Aber selbst im Erfolgsfall bleibt der weitere Weg mit zahlreichen Barrieren gespickt. Von Franz-Georg Wenner


Zur Wochenmitte scheiterte der DAX mehrfach an der 11.200er-Marke. Die erhöhte Verkaufsbereitschaft an der runden Schwelle ist nicht überraschend. Hier verläuft die grau eingezeichnete Grenze des Bewegungskorridors, der aus vergangenen Schwankungen berechnet wird. Weitere Gewinne sind nicht unmöglich, aber zumindest statisch weniger wahrscheinlich. Sollte auch über der 11.200 die Kaufbereitschaft hoch bleiben, liegt die nächste Zielregion bei 11.320 und damit im Bereich des Jahreshochs (grün). Hingegen ist der DAX nach unten derzeit gut geschützt. In den vergangenen Tagen wurden Rücksetzer an den Monatsdurchschnitt (blaue Linie) wiederholt gekauft. Bleibt die Nachfrage der Schnäppchenjäger aus, können spekulative Trader auf einen Rückfall an die 11.000er-Schwelle setzen (rot).


Die zuletzt nachlassende Aufwärtsdynamik wird auch im Wochen-Kerzenchart deutlich. Seit Montag verläuft der Handel in der Spanne der langen schwarzen Kerze aus der Vorwoche (Markierung). Diese Pause stellt noch kein signifikantes Warnsignal dar und ist nach der Gegenbewegung seit dem Dezember-Tief normal. Grundsätzlich aber bleiben die Perspektiven begrenzt: Selbst im Idealszenario scheint ein Anstieg über das massive Bollwerk aus horizontalen Wendemarken und 200-Tage-Linie bei 11.725/11.850 kaum vorstellbar. Ausgehend vom aktuellen Niveau wäre somit maximal Luft von rund fünf Prozent.


Mit Hebel auf steigende Kurse setzen
WKN CP35DU
Emittent Citi

Kurs DAX 11.167,22
Basispreis 10.014,42
Knock-Out-Schwelle 10.014,42
Hebel 9,69
Laufzeit endlos
Kurs 11,95
Mit Hebel auf fallende Kurse setzen
WKN MF7SA2
Emittent Morgan
Stanley
Kurs DAX 11.167,22
Basispreis 12.189,28
Knock-Out-Schwelle 12.189,28
Hebel 10,93
Laufzeit endlos
Kurs 9,94


Dow Jones: Jahresdurchschnitt nahezu erreicht

Am Dienstag markierte der marktbreite S&P 500 ein frisches Jahreshoch, zur Wochenmitte könnte der Dow Jones nachziehen. Allerdings sollten die Erwartungen auf der Oberseite nicht zu hoch angesiedelt werden. Einige markante Wendepunkte und ähnliche Entwicklungen in der Vergangenheit lassen eine Atempause erwarten. Von Franz-Georg Wenner


An den amerikanischen Märkten bleibt die Stimmung weiterhin gut, der beste Börsenstart seit rund 30 Jahren sorgt für Zuversicht. Ausgehend vom Jahreswechsel steht der Dow Jones bereits etwa neun Prozent im Plus. Zur Einordnung: In den vergangenen Jahrzehnten lag die durchschnittliche Jahresrendite bei ungefähr zehn Prozent. Technisch sieht das Bild daher ebenfalls konstruktiv aus. In den vergangenen Tagen hat die Aufwärtsdynamik zwar etwas nachgelassen, im kurzfristigen Chart gibt aber weiter ein Aufwärtskanal die Richtung vor. Das Jahreshoch bei 25.440 könnte heute fallen, der Schwankungskorridor lässt Spielraum bis 25.600. Darüber wäre Platz bis an den oberen Rand des Kanals bei 25.800 (grün). Nach unten ist der Index hingegen zwischen 24.800 und 25.000 gut abgesichert.


Nicht fehlen darf der Blick auf den erweiterten Tageskursverlauf. Hier zeigen sich deutliche Parallelen zu den Marktreaktionen aus 2015 und 2016 (blaue Pfeile und Kreise). Nach einem Rücksetzer an den unteren Rand des Vorhersage-Kanals kam es wie im Januar zu einer so genannten V-Umkehr. Mit der Gegenbewegung lief der Dow zwar bis in den oberen Bereich des Korridors. Allerdings eroberte der Index das zuvor markierte Hoch nicht zurück (rote Linie), anschließend folgte eine Korrektur. Übertragen auf die aktuelle Ausgangslage steigt somit im Bereich um 25.800/26.000 die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Konsolidierung.


Mit Hebel auf steigende Kurse setzen
WKN MF9K5M
Emittent Morgan
Stanley
Kurs DAX 25.425,76
Basispreis 22.588,55
Knock-Out-Schwelle 23.029,13
Hebel 8,96
Laufzeit endlos
Kurs 25,87
Mit Hebel auf fallende Kurse setzen
WKN ST7NZS
Emittent Societe
Generale
Kurs DAX 25.425,76
Basispreis 27.700,00
Knock-Out-Schwelle 27.700,00
Hebel 11,18
Laufzeit 21.06.2019
Kurs 19,59


Activision Blizzard: So ist die Lage nach den Zahlen

Das Chartbild von Activision Blizzard zeigt sich bereits seit Monaten angeschlagen. Und es könnte noch schlimmer kommen. Denn das US-Unternehmen hat am Dienstag nach Börsenschluss Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr veröffentlicht. Dabei wurden die Prognosen deutlich nach unten verschoben. Weiterhin wurde verkündet, dass rund 800 Mitarbeiter ihren Job verlieren werden. Von Manfred Ries

 

Diese Meldung, obgleich nicht wirklich überraschend, könnte den Aktienkurs der Firma weiterhin belasten. Dies insbesondere im mittelfristigen Zeitfenster, denn der übergeordnete Trend zeigt unbeirrt nach unten. Am Mittwoch steigen die Papiere an der Börse in Frankfurt um 5,5 Prozent. Dies deutet auf eine starke Eröffnung der Activision-Blizzard-Aktien in den USA hin. Gleichwohl darf nicht vergessen werden, dass der Kurs des Papiers seit vergangenem Oktober um rund 50 Prozent eingebrochen ist - der Wochenchart zeugt davon. Kurzfristig betrachtet wurde zu Wochenbeginn außerdem die wichtige Chartmarke um 43,71 US-Dollar - das Jahrestief 2018 - nachhaltig nach unten durchbrochen - siehe Tageschart.



Der übergeordnete Trend des Papiers zeigt sich damit weiterhin angeschlagen; eine kurzfristige Erholung kann daran nichts ändern. Die Notierungen müssten sich schon deutlich oberhalb von 52,91 US-Dollar präsentieren, um dem Chartverlauf etwas Positives abgewinnen zu können. Zwar liegen die Kurse derzeit mehr als 30 Prozent unterhalb ihrer 200-Tagelinie, doch im Rahmen einer ausgeprägten Baisse stellt dies keine Kaufanregung dar. Der prozentuale Abstand zwischen gleitendem Durchschnitt und Aktienkurs findet sich in dem Graf unterhalb des Wochencharts abgetragen. Wir bleiben damit für den Titel, aus charttechnischer Sicht, negativ gestimmt. Als nächstes Kursziel sehen wir den Bereich um 30,00 / 35,12 US-Dollar. Activision Blizzard ist ein Computer- und Videospiele-Konzern mit Sitz in Santa Monica, USA. Gemessen am Umsatz ist das Unternehmen Marktführer im Computer- und Videospiele-Sektor.



Empfehlung: Halten / Shorten. Langfristiges Kursziel: 35,12 Euro; Stoppkurs: 49,45 Euro (oberhalb der 21-Tagelinie; siehe Tageschart).



DAX: Viel Luft in beide Richtungen

Der Deutsche Aktienindex hat den Schwächeanfall aus der Vorwoche inzwischen wieder ausgemerzt und den Monatsdurchschnitt zurück erobert. Noch reicht die Erholung allerdings nicht aus, um Entwarnung zu geben. Anleger sollten die nächsten Grenzen auf der Ober- und Unterseite gut im Blick behalten. Von Franz-Georg Wenner


Um das Potenzial für den DAX zu bestimmen, erweist sich der aus vergangenen Schwankungen berechnete Prognose-Korridor (grau) wieder als gutes Werkzeug. Seit einigen Tagen zeigt der Kanal wieder abwärts und sorgt so für einen faden Beigeschmack. Der Blick auf die Unterseite darf daher nicht fehlen: Zur Wochenmitte reicht der Spielraum bis 10.970, aber auch eine erneute Korrekturattacke bis an die horizontale Wendezone um 10.800 sollte eingeplant werden (rot). Etwas limitierter fallen die Perspektiven Richtung Norden aus. Bereits um 11.260 ist wieder mit stärkeren Gewinnmitnahmen zu rechnen, Kurse oberhalb von 11.320 wären statistisch eher ungewöhnlich (grün).


Im erweiterten Blickwinkel des Tagescharts lässt die Ausgangslage mehr Fantasie aufkommen. Dank der Korrektur in der Vorwoche liegt der DAX derzeit in der Mitte des blau eingezeichneten Vorhersage-Kanals und somit in einer Wohlfühlzone. Ein Anstieg bis in den Bereich um 11.500/11.700 ist ebenso denkbar wie ein erneuter Test des jüngsten Tiefs bei 10.800. Die seit Monaten bestehende Serie fallender Hochpunkte mahnt auch hier zur Vorsicht. Aber es gibt auch erste hoffnungsvolle Signale. So zeigt das Prognose-Band anders als im zweiten Halbjahr 2018 nicht mehr abwärts.


Mit Hebel auf steigende Kurse setzen
WKN CP35DU
Emittent Citi

Kurs DAX 11.126,08
Basispreis 10.013,42
Knock-Out-Schwelle 10.013,42
Hebel 10,00
Laufzeit endlos
Kurs 11,38
Mit Hebel auf fallende Kurse setzen
WKN MF7SA2
Emittent Morgan
Stanley
Kurs DAX 11.126,08
Basispreis 12.190,29
Knock-Out-Schwelle 12.190,29
Hebel 10,45
Laufzeit endlos
Kurs 10,58


Dow Jones: Der neue Trend ist flacher

Der bis Ende 2018 zurück verfolgbare Aufwärtstrendkanal des Dow Jones Industrial Index ist bereits leicht nach unten durchbrochen worden. Sein Nachfolger steigt weniger schnell, und könnte ebenfalls schon bald Geschichte sein. Kommt es dazu, müssen sich Anleger auf Verluste einstellen. Von Andreas Büchler


Noch lassen sich die jüngsten Zwischentiefs und Hochs des Dow linear zu einem nach oben weisenden Kanal verbinden (schwarz). Dieser klettert bereits nicht mehr so steil wie sein Vorgänger, zeigt aber immerhin noch nach oben und lässt den Kursen Luft bis rund 25.750 (grün). Aktuell verläuft der Index aber eher am unteren Rand dieser Chartformation, ein Ausbruch würde Spielraum bis 24.150 schaffen (rot). Gegen diese Entwicklung spricht momentan, dass die Notierungen sich bereits am unteren Ende ihres Schwankungskorridors befinden (graue Fläche) und zugleich auch der Monatsdurchschnitt (blau) um 24.700 erfahrungsgemäß zu einer kurzzeitigen Stabilisierung bei einer Korrektur führt.


Doch aus einer erweiterten Perspektive ist die Prognose bereits wieder etwas zurückhaltender: Um 25.800 beginnen sich die oberen Wendepunkte wieder zu häufen, dort hätte der Dow auch die äußerste Nordgrenze seines Prognose-Korridors erreicht (blaue Fläche). Immerhin scheint es aktuell wieder zu einer Stabilisierung der Kurse über der 200-Tage-Linie (violett) zu kommen. Doch Vorsicht: Solange der Markt diesen viel beachteten Mittelwert nicht mindestens um drei Prozent überschreitet, ist ein neuer Trend in die entsprechende Richtung noch sehr unsicher. In Seitwärtsphasen büßt dieser Indikator seine Vorhersagekraft sogar komplett ein, wie das vierte Quartal 2018 zeigte. In Summe ergeben sich gemischte Signale für den Markt, doch die Skepsis sollte überwiegen, insbesondere wenn eine Nachfrage um 24.700 ausbleibt. Angesichts des überschaubaren Potenzials machen Käufe ohnehin erst nach einer Korrektur wieder mehr Sinn.


Mit Hebel auf steigende Kurse setzen
WKN MF9K5M
Emittent Morgan
Stanley
Kurs DAX 25.053,11
Basispreis 22.586,36
Knock-Out-Schwelle 23.029,13
Hebel 10,16
Laufzeit endlos
Kurs 23,71
Mit Hebel auf fallende Kurse setzen
WKN ST7NZS
Emittent Societe
Generale
Kurs DAX 25.053,11
Basispreis 27.700,00
Knock-Out-Schwelle 27.700,00
Hebel 9,47
Laufzeit 21.06.2019
Kurs 21,78


Continental: Kursziel 144 Euro

Die Aktien von Continental steigen am Dienstagmorgen um 3,5 Prozent. Damit setzt sich der positive Trend vom Montag fort. Zu Wochenbeginn bestätigten die Kurse der im DAX notierten Automobilzulieferers ihre kurzfristige Unterstützungslinie um 127,20 Euro - siehe Tageschart. Damit notieren die Papiere wieder auf dem Kursniveau der vergangenen 21 Handelstage. Von Manfred Ries

 

Die Grafik unterhalb des Tagescharts zeigt den prozentualen Abstand zwischen dem Continental-Kurs und der 21-Tagelinie auf. Diese Kurve offenbart damit auch Kursübertreibungen. Davon kann derzeit aber keinerlei Rede sein - die aktuelle Erholung steht auf einer gesunden Kursbasis.



Der übergeordnete Trend der Conti-Aktie findet sich im Wochenchart abgetragen. Die 200-Tagelinie (blaue Kurve im Wochenchart) verläuft abwärts gerichtet und spricht noch immer von einem intakten mittelfristigen Abwärtstrend. Dieser gleitende Durchschnitt verläuft derzeit knapp oberhalb von 158,20 Euro und verstärkt damit die horizontale Widerstandslinie um diesen Bereich. Auf der Unterseite ist die charttechnische Marke um 118,30 Euro als Unterstützung zu betrachten; dort findet sich nicht nur das bisherige Jahrestief, sondern zudem die tiefsten Notierungen seit September 2013 - der Montagschart zeugt davon. Wohin können die Notierungen jetzt noch laufen? Angesichts der relativ positiven Ausgangslage im kurzfristigen Chartbild veranschlagen wir unser erstes Kursziel auf 144,35 Euro. Diese Preismarke erlangte bereits im November 218 eine Bedeutung als Hürde und ist im Tageschart ersichtlich. Setzt sich der positive Trend in der jetzigen Intensität fort, so wären mittelfristig Notierungen sogar im Bereich um 152,80 Euro - sprich: im Bereich der 200-Tagelinie - denkbar.



Nachfolgendes Produkt der Emittentin DZ Bank zielt auf steigende Notierungen bei den Aktien von Continental ab. Der Hebel liegt bei aktuell 8,8. Würde der Kurs des Conti-Papiers bis auf 144,35 Euro steigen, so würde sich mit dem nachfolgenden Derivat ein Gewinn von knapp 65 Prozent einstellen. Langfristige Notierungen um 152,80 Euro würden den Preis des Derivats um mehr als 110 Prozent verteuern.



Unterstützungen und Widerstände

Chartmarken Niveau
Oberes Ziel 2 152,80
Oberes Ziel 1 144,35
Unteres Ziel 1 127,20
Unteres Ziel 2 118,30


Trading-Idee

Basiswert CONTINENTAL AG O.N.
Produktvorstellung Turbo Long
WKN DZP290
Emittent DZ Bank
Laufzeit endlos
Basispreis 116,98
Knock-Out-Schwelle 116,98
Hebel 7,53
Kurs in EUR 1,78

 

DAX: Übergang in einen Seitwärtstrend

Die gute Nachricht ist, dass der Deutsche Aktienindex nach dem Ende seiner kurzfristigen Aufwärtsbewegung offenbar nicht in den freien Fall übergeht. Allerdings sind die zuletzt noch steigenden Zwischenhochs und Tiefs nun durch ein horizontal verlaufendes Bewegungsmuster abgelöst worden. Von Andreas Büchler


Im Chart der Vorwochen zeigt sich die aktuelle Transition des Marktes am Besten: Oberhalb von 11.320 wird der DAX durch Verkaufsbereitschaft gestoppt, gleichzeitig aber endete auch die jüngste Schwäche wieder rechtzeitig über der 10.800er-Marke. In der Summe ergibt sich eine Seitwärtsbewegung, die noch einige Zeit anhalten könnte. Auch der aus vergangenen Schwankungen berechnete Prognose-Korridor (graue Fläche) räumt dem Index aktuell ähnlich viel Spielraum ein.


Der mittelfristige Prognose-Korridor lässt dem DAX noch etwas mehr Luft: Zwischen dem jüngsten Zwischentief im Bereich der 10.300er-Marke und dem oberen Wendebereich um 11.700 ist derzeit alles möglich. In diesem Zeitfenster wird aber auch klar ersichtlich, dass der generelle Trend seit Mai 2018 nach Süden zeigt. Dessen Fortsetzung ist aus technischer Sicht vorerst das geringfügig wahrscheinlichere Szenario.


Mit Hebel auf steigende Kurse setzen
WKN CP35DU
Emittent Citi

Kurs DAX 11.122,22
Basispreis 10.013,42
Knock-Out-Schwelle 10.013,42
Hebel 10,03
Laufzeit endlos
Kurs 11,42
Mit Hebel auf fallende Kurse setzen
WKN MF7SA2
Emittent Morgan
Stanley
Kurs DAX 11.122,22
Basispreis 12.191,31
Knock-Out-Schwelle 12.191,31
Hebel 10,40
Laufzeit endlos
Kurs 10,50


Dow Jones: Aufwärtsdynamik lässt nach

Vor allem kurzfristig ist der nachlassende Schwung des Dow Jones Industrial Index kaum zu übersehen. Vorerst ist dies aber das einzige Warnsignal auf dieser Zeitebene, da der Trend noch intakt ist. Auf längere Sicht ist der Markt allerdings ebenfalls kurz vor einem möglichen Wendepunkt angekommen. Von Andreas Büchler


Der Aufwärtstrend der Vorwochen (schwarz punktiert) steht kurz davor, von einem flacher verlaufenden Nachfolger abgelöst zu werden (graue Linie). Noch hält sich der Index aber über seinem Monatsdurchschnittspreis (blau), der um 24.650 zusammen mit der Untergrenze des kurzfristigen Schwankungskorridors (graue Fläche) eine erste Stabilisierungszone bildet. Reicht die Nachfrage dort nicht für eine Bodenbildung, ist um 24.150 eine weitere Häufung von Mikro-Wendepunkten erkennbar, die das nächste Orientierungsziel in diesem Chartausschnitt darstellt.


Bald wird die Luft auch im übergeordneten Zeitfenster erstmals wieder dünner. Diese Vermutung leitet sich vor allem aus der Ähnlichkeit der aktuellen Entwicklung zu vergleichbaren Situationen aus dem Sommer 2015 und dem Jahresanfang 2016 ab: Damals stürzte der Dow ebenfalls bis an den unteren Randbereich seines mittelfristigen Prognose-Korridors (blaue Pfeile), und erholte sich dann bis in den oberen Bereich dieses Kanals (blaue Kreise). Wiederholt sich diese schon häufiger zu beobachtende Entwicklung, wäre an der horizontalen Wendezone um 25.800/26.000 das nächste Ziel berechenbar.


Mit Hebel auf steigende Kurse setzen
WKN MF9K5M
Emittent Morgan
Stanley
Kurs DAX 25.106,33
Basispreis 22.584,16
Knock-Out-Schwelle 23.029,13
Hebel 9,95
Laufzeit endlos
Kurs 23,14
Mit Hebel auf fallende Kurse setzen
WKN ST7NZS
Emittent Societe
Generale
Kurs DAX 25.106,33
Basispreis 27.700,00
Knock-Out-Schwelle 27.700,00
Hebel 9,68
Laufzeit 21.06.2019
Kurs 22,38


DAX: Die Korrektur hat begonnen

Der jüngste Ausverkauf stoppte auch nicht, als der Deutsche Aktienindex wichtige markttechnische Stabilisierungsniveaus erreichte. Erst an einer Grenze, die sich statistisch berechnen lässt, ließ der Abgabedruck etwas nach. Dieses Limit verschiebt sich aber weiter nach unten. Von Andreas Büchler.


Der DAX fiel in der Vorwoche sowohl aus seinem bisherigen Aufwärtstrendkanal (schwarz) als auch unter seinen Monatsdurchschnittspreis (blau). Nicht einmal an der bereits bewährten Zone um 11.000 konnte der Index einen Boden bilden. Dies ist ein kurzfristiges Schwächesignal, das auf weitere Verluste hindeutet. Erst an der Südgrenze des aus vergangenen Schwankungen kalkulierbaren Prognose-Korridors (graue Fläche) pausierte der Absturz. Er fällt momentan mit der 10.800er-Marke zusammen, an der es zu Jahresbeginn ein paar kleinere Wendepunkte zu sehen gab - doch diese dürften den Markt kaum nachhaltig stabilisieren können. Eine Fortsetzung der Verkäufe entlang des fallenden Korridors ist daher nicht unwahrscheinlich.


Der mittelfristige Kursverlauf gibt eine erste Indikation für die nächsten Zielzonen einer Konsolidierung: Ein auch auf dieser Zeitebene berechenbarer Prognose-Korridor verläuft aktuell im Bereich der 10.400er-Marke, und war auch in der Vergangenheit oft ein zuverlässiger Indikator für untere Wendepunkte. Solange Signale einer nachhaltigen Bodenbildung ausbleiben, müssen sich Anleger auf dieses Szenario einrichten.


Mit Hebel auf steigende Kurse setzen
WKN DDR1TH
Emittent DZ
Bank
Kurs DAX 10.906,78
Basispreis 10.075,00
Knock-Out-Schwelle 10.075,00
Hebel 13,11
Laufzeit 28.06.2019
Kurs 9,34
Mit Hebel auf fallende Kurse setzen
WKN MF7SA2
Emittent Morgan
Stanley
Kurs DAX 10.906,78
Basispreis 12.191,31
Knock-Out-Schwelle 12.191,31
Hebel 8,49
Laufzeit endlos
Kurs 12,34


Adidas: Ruhe vor dem Sturm

Der Adidas-Vorstand stellt in einem Bericht des Magazins „Euro am Sonntag“ für 2018 die höchste operative Marge in Aussicht. Die Geschäftszahlen für 2018 werden am kommenden 13. März veröffentlicht. Das könnte neues Leben in den Chart von Adidas einhauchen. Das Rekordhoch ist in Reichweite - technisch sollte aber noch deutlich mehr drin sein. Von Manfred Ries

 

Derzeit bewegen sich die Notierungen im Bereich ihrer 200-Tagelinie (blaue Kurve), die bei 198,45 Euro verläuft und den mittelfristigen Trend des Papiers aufzeigt. Die nahezu waagerechten Verläufe der 200- und 21-Tagelinie (grüne Kurve) zeugen von der weitgehend lethargischen Kursentwicklung der jüngsten Vergangenheit - siehe Tages-/Wochenchart. Gerade der Wochenchart zeigt die derzeit entscheidenden Chartmarken für Anleger auf: 163,45 Euro (Unterstützung) und 218 Euro (Allzeithoch = Widerstand).



Insbesondere auf den erwähnten Widerstand bei 218 Euro sollten Anleger jetzt ihr Augenmerk lenken: Dort lag das bisherige Allzeithoch, welches im Sommer 2018 markiert wurde. Mit aktuellen Kursen um 199 Euro trennen den Titel damit nur noch 18 Euro (9%) bis zum Allzeithoch. Ein nachfolgender Ausbruch nach oben wäre als starkes Kaufsignal zu werten. Charttechnisch betrachtet befinden sich die Notierungen bereits seit 2017 in einem intakten langfristigen Aufwärtstrendkanal (blau schraffiert im Monatschart). Sollte sich das Trendverhalten in der bisherigen Intensität fortsetzen, so wäre langfristig ein Kursziel um 250 Euro realistisch.



Die derzeitige Lethargie bei den Aktien von Adidas täuscht darüber hinweg, dass die Notierungen - langfristig betrachtet - ein überzeugendes Trendverhalten nach oben aufweisen. Ein Ausbruch über das bisherige Allzeithoch (218 Euro) würde für neue Kauflaune sorgen. Wer als Anleger langfristig dabei sein will: Die Emittentin Morgan Stanley wartet mit einem attraktiven Knockout-Papier auf. Der Hebel liegt bei gemächlichen fünf bei einer offenen Laufzeit. Adidas-Kurse um 250 Euro würden demnach einen Gewinn von rund 125 Prozent bewirken.



Unterstützungen und Widerstände

Chartmarken Niveau
Oberes Ziel 2 218,00
Oberes Ziel 1 209,60
Unteres Ziel 1 194,40
Unteres Ziel 2 163,45


Trading-Idee

Basiswert ADIDAS AG NA O.N.
Produktvorstellung Turbo Long
WKN MF5CKT
Emittent Morgan Stanley
Laufzeit endlos
Basispreis 161,01
Knock-Out-Schwelle 161,01
Hebel 5,20
Kurs in EUR 3,92

 

Dow Jones: Wende wird wahrscheinlicher

Beim Dow Jones Industrial Index mehren sich die Anzeichen für eine Konsolidierung. Geht der Markt auf dem aktuellen Preisniveau ins Wochenende, droht sogar ein relativ eindeutiges technisches Verkaufssignal. Nach einer langen Kaufwelle wäre dies auch keine Überraschung. Von Andreas Büchler


Noch bewegt sich der Markt unverändert in einem Aufwärtstrendkanal, wird allerdings mittlerweile eher am unteren anstatt zuvor noch am oberen Rand dieser Bandbreite gehandelt (schwarz). Oft stabilisieren sich kleinere Konsolidierungen auch schon wieder im Bereich des Monatsdurchschnittspreises, der bereits um 24.600 verläuft (blau). Doch nach dem starken vorausgegangenen Kaufimpuls ist die Gefahr groß, dass auch eine verhältnismäßig dimensionierte Gegenbewegung erfolgt.


Der weiter zurück reichende Kerzenchart auf Wochenbasis zeigt nicht nur die um 24.000/24.100 verlaufende, erste Zielzone einer Korrektur. Auch der kippende Markt ist hier gut zu sehen: An der Kerze der aktuellen Woche wird erkennbar, dass der Dow bereits wieder stark von seinem Wochenhoch zurück gefallen ist, und eher im unteren Ende der Wochenhandelsspanne zu schließen droht. Bleibt es dabei, ergibt sich ein Kursmuster das bereits im September eine stärkere Korrektur ankündigte, und unter Analysten als “Shooting Star” bekannt ist. Tritt diese warnende Formation auch noch in einer Preiszone auf, in welcher ohnehin viele Wendepunkte liegen - hier der 200-Tage-Durchschnitt (violett) - ist die Gefahr umso größer.


Mit Hebel auf steigende Kurse setzen
WKN MF9K5M
Emittent Morgan
Stanley
Kurs DAX 25.169,53
Basispreis 22.577,57
Knock-Out-Schwelle 23.029,13
Hebel 9,71
Laufzeit endlos
Kurs 21,79
Mit Hebel auf fallende Kurse setzen
WKN ST7NZS
Emittent Societe
Generale
Kurs DAX 25.169,53
Basispreis 27.700,00
Knock-Out-Schwelle 27.700,00
Hebel 9,95
Laufzeit 21.06.2019
Kurs 23,52


Leoni: Kaufen oder verkaufen?

Gewinnwarnung beim Automobilzulieferer Leoni: Die im SDAX notierte Gesellschaft überrascht am Donnerstagabend nach Börsenschluss mit einer scharfen Gewinnwarnung. Auch die Dividende soll gestrichen werden. Aktuell gibt es die Aktie so günstig wie zuletzt vor siebeneinhalb Jahren. Welche Trading-Chancen bieten sich jetzt an? Von Manfred Ries

 

Am Donnerstag hat der Titel von Leoni bei 31,65 Euro geschlossen. Die Erstnotiz am Freitag lag mit 25,44 Euro bereits knapp 20 Prozent darunter. Dieser Verlust hat sich in der ersten Handelsstunde weiter ausgebaut. Mit dem heutigen Kurseinbruch wurde die wichtige Unterstützung bei 28,90 Euro nach unten durchsäbelt - siehe Tageschart. Wie geht es weiter?



Mit dem heutigen Kursdesaster stößt der Tageschart an seine Grenzen. Hier bedarf es schon einer längerfristigen Kurvendarstellung, um übergeordnete Chartmarken aufzuspüren. Wochen- und Monatscharts geben Auskunft. Im Wochenchart ersichtlich: Das Kursdesaster um Leoni dauert schon seit vergangenem Juni an, als der Titel zu einer scharfen Korrektur ansetzte und die 200-Tagelinie begann, abwärts zu gleiten. Dieser spiegelt die Kursentwicklung der vergangenen 200 Handelstage wider und zeigt damit das langfristige Kursgebare in komprimierter Form auf.



Die nächste Unterstützungslinie machen Technische Analysten jetzt im Bereich um 20,50 Euro aus; dort lag das 2011er-Tief. Auch wenn die Aussagekraft derart lang zurückliegender Chartmarken oftmals angezweifelt wird: Sie haben auch heute noch, sieben Jahre danach, ihre Bedeutung. Leoni mit Sitz in Nürnberg ist ein führender deutscher Hersteller in den Produktgruppen Drähte, Kabel und Bordnetz-Systeme.



DAX: Das könnte ein größerer Abverkauf werden

Der Deutsche Aktienindex zeigt erstmals seit Jahresbeginn einen stärkeren Schwächeanfall. Auch wenn diese Entwicklung überfällig war, muss sie nicht zwangsläufig zu einer massiven Korrektur führen. Anleger sollten die kurzfristig wichtigen charttechnischen Schwellenwerte nun aber genau im Auge behalten. Von Andreas Büchler


Der relativ dynamische Ausbruch nach unten aus dem bisherigen Aufwärtstrendkanal des DAX sowie unter den sonst ebenfalls stabilisierenden Monatsdurchschnitt (blaue Kurve) spricht eine klare Sprache: Nach einer langen Kaufwelle überwiegen nun die Marktteilnehmer, die an Gewinnmitnahmen denken. Doch schon zwischen 10.800 und 11.000 zeigte sich in der jüngeren Vergangenheit häufiger eine gesteigerte Nachfrage, so dass es bereits auf diesem Preisniveau wieder zu einem Gleichgewicht kommen könnte.


Der weiter zurück reichende Chart zeigt, was die jüngste Korrektur ausgelöst haben dürfte: Die Wendezone um 11.700/12.100 wird die Bereitschaft, Profite zu realisieren, entsprechend angefeuert haben. Gleichzeitig ist hier auch das nächste Kursziel auf der Unterseite erkennbar - es liegt im südlichen Randbereich des langfristigen Schwankungskorridors (braune Fläche) um 10.200. Noch markanter ist dann das Areal zwischen der 8900er- und der 9300er-Marke, doch ein Absturz dieser Dimension zeichnet sich vorerst nicht ab.


Mit Hebel auf steigende Kurse setzen
WKN DDR1TH
Emittent DZ
Bank
Kurs DAX 11.022,02
Basispreis 10.075,00
Knock-Out-Schwelle 10.075,00
Hebel 11,64
Laufzeit 28.06.2019
Kurs 9,67
Mit Hebel auf fallende Kurse setzen
WKN MF7SA2
Emittent Morgan
Stanley
Kurs DAX 11.022,02
Basispreis 12.195,37
Knock-Out-Schwelle 12.195,37
Hebel 9,39
Laufzeit endlos
Kurs 12,04


Dow Jones: Das endgültige Aus des Abwärtstrends

Mit einer beinahe mechanisch anmutenden Perfektion steigt der Dow Jones Industrial Index nun schon seit Wochen an. Auch wenn nach dieser mustergültigen Rally die nächste Korrektur bereits greifbar ist, können Anleger nun einige positive Rückschlüsse aus der jüngsten Entwicklung ziehen. Von Andreas Büchler


Seit dem Jahreswechsel bestimmt ein Aufwärtstrendkanal Richtung und Tempo des Dow (schwarz), aktuell bilden die beiden Grenzlinien dieser Chartformation bei rund 24.900 und 26.060 die erste Stabilisierungszone auf der Unterseite und die erste Zielzone auf der Oberseite. Ziemlich genau in der Mitte bewegt sich der Markt derzeit, was zugleich das einzige Mikrosignal für ein potenzielles Nachlassen des Schwungs darstellt - anfangs klebte der Index eher am oberen Rand des Kanals.


Selbst eine Korrektur zurück in Richtung 24.100 wäre inzwischen keine Bedrohung mehr für die mittelfristig positive markttechnische Prognose. Dort zeigt sich die nächstgelegene Häufung von Umkehrpunkten auf dieser Zeitebene. Nur die Überhitzung des Dow spricht gegen einen sofortigen weiteren Durchmarsch in Richtung der markanten oberen Wendepunkte des Jahres 2018. Sie bilden im Bereich der 26.700er-Marke nach der jüngsten Verbesserung der Ausgangslage ein auf lange Sicht wieder realistisches Kursziel. Denn nach der starken Erholung vom jüngsten Einbruch, die sogar ohne Pause über den viel beachteten 200-Tages-Durchschnitt (violett) hinaus führte, dürfte die im Oktober 2018 gestartete Abwärtsbewegung mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit nicht mehr fortgeführt werden.


Mit Hebel auf steigende Kurse setzen
WKN MF9K5M
Emittent Morgan
Stanley
Kurs DAX 25.390,30
Basispreis 22.582,72
Knock-Out-Schwelle 23.034,38
Hebel 9,04
Laufzeit endlos
Kurs 23,35
Mit Hebel auf fallende Kurse setzen
WKN ST7NZS
Emittent Societe
Generale
Kurs DAX 25.390,30
Basispreis 27.700,00
Knock-Out-Schwelle 27.700,00
Hebel 10,99
Laufzeit 21.06.2019
Kurs 22,07


Gea im Crash-Modus: Wie geht es weiter?

Crash-Stimmung beim Maschinenbauer GEA: Der Kurs des im MDAX notierten Unternehmens bricht am Donnerstagmorgen prozentual zweistellig ein, nachdem am Mittwoch nach Börsenschluss, eine Gewinnwarnung veröffentlicht wurde. Dabei hat das Management auch seine mittelfristigen Ziele gekappt. Zugleich setzt sich das Drama im Chartbild von GEA fort, das bereits im Herbst 2016 begann. Von Manfred Ries

 

Zur Erinnerung: Damals lagen die Notierungen noch im Bereich um 50 Euro. Will heißen: Seit den damaligen Höchstständen sind die Notierungen um 60 Prozent eingebrochen; wichtige Chartmarken wurden nach unten hin verletzt. Kurzfristig besteht jetzt durchaus die Chance auf eine Stabilisierung der Kurse im Bereich des Jahrestiefs 2018: Dieses lag bei 20,97 Euro - siehe Tageschart. Das aber ändert nichts an dem übergeordneten, negativen Trend im Chartbild der GEA-Aktie.



Der Wochen- / Monatschart zeigt das übergeordnete Trendverhalten der Aktie auf: Die 200-Tagelinie (blaue Kurve) zeigt zielstrebig nach unten und visualisiert den bestehenden, übergeordneten Abwärtstrend. Anleger achten / hoffen nun auf die Kurslinie um 20 Euro, die letztmalig im Jahr 2012 getestet wurde. Ob diese lang zurückliegende Kursmarke auch heute noch die Kraft besitzt, die Notierungen nachhaltig zu stützen, sollte infrage gestellt werden, denn GEA zeigt sich auf allen Zeitebenen extrem angeschlagen. Sollten auch die Gesamtmärkte wieder anfangen zu schwächeln, wird ein Bruch unter die 20er-Marke wahrscheinlicher. Die nachfolgenden Kursmarken lägen dann im Bereich um 15,25 Euro.



Empfehlung: Verkaufen / Shorten. Langfristiges Kursziel: 15,25 Euro; Stoppkurs: 25,25 Euro



DAX: Verluste unter 11.000 kaum zu erwarten

Vorläufig ist der Deutsche Aktienindex im Fall einer längst überfälligen Korrektur gut abgesichert: Zahlreiche markttechnische Einflussfaktoren dürften bereits knapp unter dem aktuellen Kursniveau wieder Schnäppchenjäger anlocken, und machen einen stärkeren Rückfall daher eher unwahrscheinlich. Von Andreas Büchler


Inzwischen zeigt sich die nachlassende Dynamik des DAX auch am Aufwärtstrendkanal der Vorwochen: Statt an den oberen Rand dieser Bandbreite (schwarze Gerade) kann der Markt sich aktuell bei Erholungen nur noch an deren Mittellinie orientieren (punktiert). Aber die Tendenz zeigt trotz einer Verlangsamung weiter nach oben. Durch den Monatsdurchschnitt (blau), die Aufwärtstrendkanal-Untergrenze und den Schwankungskorridor (graue Fläche) des Index ergeben sich an der 11.000er-Marke viele Orientierungspunkte für Käufer. Ohnehin ist dieser Bereich bereits als horizontale Unterstützung in Erscheinung getreten.


Problematisch bleibt der auch mittelfristig bereits überhitzte Marktzustand: Der DAX dürfte vorerst kaum über 11.700 hinaus kommen, da er dort den oberen Rand des Schwankungskorridors auf dieser Zeitebene erreicht hat (blaue Fläche). Mehrere Wendepunkte in diesem Areal deuten dort ohnehin auf Verkaufsbereitschaft hin. Damit ist in der Summe vorerst eine Tradingrange zwischen rund 11.000 und 11.700 am Wahrscheinlichsten.


Mit Hebel auf steigende Kurse setzen
WKN DDR1TH
Emittent DZ
Bank
Kurs DAX 11.264,29
Basispreis 10.075,00
Knock-Out-Schwelle 10.075,00
Hebel 9,47
Laufzeit 28.06.2019
Kurs 12,35
Mit Hebel auf fallende Kurse setzen
WKN MF7SA2
Emittent Morgan
Stanley
Kurs DAX 11.264,44
Basispreis 12.195,37
Knock-Out-Schwelle 12.195,37
Hebel 12,10
Laufzeit endlos
Kurs 9,40


Dow Jones: Ungewöhnlich hohes Kaufinteresse

Der Dow Jones Industrial Index hat seine Aufwärtsbewegung an einer wichtigen markttechnischen Hürde nicht entscheidend verlangsamt. Dies ist ein Stärkezeichen, doch Anleger sollten mit neuen Käufen dennoch geduldig sein. Die Chance auf tiefere Einstiegspreise bleibt auch weiterhin hoch. Von Andreas Büchler


Seitdem der Dow Mitte Januar über die 24.100er-Marke gesprungen ist, stieg das Risiko einer Korrektur täglich an. Doch inzwischen ist der Index bereits nur noch unwesentlich von der nächsten stärkeren Hürde um 25.800 entfernt, aber die Rally zeigt immer noch kaum Ermüdungszeichen. Selbst seinen 200-Tage-Durchschnittskurs (violett) übersprang der Markt wieder nach oben, ohne an Schwung zu verlieren. In der Regel pausieren die Kurse hier zumindest kurzzeitig. Das Ausbleiben dieser üblichen Unterbrechung ist ein positives Signal, das auf eine längerfristig starke Nachfrage hin deutet. Da der Markt nun jedoch schon sehr lange im oberen Randbereich seines Schwankungskorridors (blaue Fläche) verläuft, steigt die Gefahr einer Pause mit jedem weiteren Tag exponentiell an. Dieser Kurskanal ist aus historischen Schwankungen berechnet und wird nur äußerst selten verlassen. Wenn der Dow ausbricht, dann in der Regel nach unten. Dazu kommt die um 25.800 beginnende, horizontale Top-Zone im Chart (grau punktiert), an der sich Marktteilnehmer ohnehin verstärkt für Gewinnmitnahmen orientieren dürften.


Eine Konsolidierung muss nicht massiv ausfallen, da schon um 24.500/24.800 die Untergrenze eines bislang richtungsweisenden Aufwärtstrendkanals zusammen mit dem Monatsdurchschnittskurs (blau) des Dow eine erste Stabilisierungszone bildet. Angesichts der starken vorausgegangenen Aufwärtsbewegung sollten sich Anleger aber auch auf einen entsprechend dimensionierten Bewegungsimpuls in die Gegenrichtung einstellen. Dazu gehört auch das Szenario einer Korrektur in Richtung 24.100 oder darunter hinaus (rot).


Mit Hebel auf steigende Kurse setzen
WKN MF9K5M
Emittent Morgan
Stanley
Kurs DAX 25.411,52
Basispreis 22.597,72
Knock-Out-Schwelle 23.049,68
Hebel 9,03
Laufzeit endlos
Kurs 24,47
Mit Hebel auf fallende Kurse setzen
WKN ST7NZS
Emittent Societe
Generale
Kurs DAX 25.411,52
Basispreis 27.700,00
Knock-Out-Schwelle 27.700,00
Hebel 11,10
Laufzeit 21.06.2019
Kurs 20,68